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Freude und Gedenken bei Freundschaftsbesuch

Städtepartnerschaft Freude und Gedenken bei Freundschaftsbesuch

Nicht nur erneut Vivonne war das Ziel der Lohraer, auch für einen Besuch der Gedenkstätte Oradour-sur-Glane war beim Freundschaftsbesuch Zeit.

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Die Lohraer besuchten das im Zweiten Weltkrieg von der SS zerstörte Dorf Oradour-sur-Glane, das heute Gedenkstätte ist.

Quelle: privat

Vivonne (Frankreich). Unter Federführung des Vereins für Partnerschaft und Kultur reisten 53 Lohraer nach Vivonne, in die im Südwesten von Frankreich unweit von Poitiers gelegene Partnergemeinde Lohras. Bei der herzlichen Aufnahme in den französischen Gastfamilien lernten die Lohraer die französische Lebensart und Alltagskultur kennen.

Ein beklemmender Höhepunkt des Freundschaftstreffens war der Besuch des Dorfes Oradour-sur-Glane in Mittelfrankreich. Am 10. Juni 1944 metzelte ein deutsches SS-Panzergrenadier-Regiment die Bevölkerung des Ortes, insgesamt 642 Bewohner, nieder. Das zerstörte Dorf wurde nicht wieder aufgebaut und ist heute Mahnmal und Gedenkstätte. Die Lohraer legten gemeinsam mit ihren Gastgebern aus Vivonne Blumen am Mahnmal ab.

Auch heute, 70 Jahre nach Kriegsende, sei es wichtig, für Aussöhnung und Verständigung einzutreten und die Vergangenheit aufzuarbeiten, sagte Bürgermeister Georg Gaul in seiner Rede beim offiziellen Empfang in Vivonne.

Zwischen Deutschland und Frankreich sei nach dem Krieg eine einzigartige Freundschaft entstanden, zu dem die Partnerschaftsvereine auf beiden Seiten auf regionaler Ebene viel beigetragen hätten, sagten Heinrich Bastian und Ernst-Konrad Schneider vom Vorstand des Partnerschaftsvereins Lohra.

Die Lohraer hatten auf dem Markt in Vivonne einen Stand mit regionalen heimischen Produkten aufgebaut und kamen dabei mit der französischen Bevölkerung von Vivonne und Umgebung ins Gespräch.

von Anita Ruprecht

Freundliches und Besinnliches stand beim Freundschaftsbesuch der Lohraer in Vivonne auf dem Programm wie das Treffen auf dem Markt von Vivonne, (von links) Monique Champigny, Christine Dion, Ernst-Konrad und Karin Schneider, Gisela und Heinrich Bastian. Privatfoto
 
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