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Freie Fahrt für Radtourismus im Landkreis

Salzböderadweg Freie Fahrt für Radtourismus im Landkreis

Gestern wurde der Salzböderadweg offiziell mit Aktionen entlang der Strecke eingeweiht. Die Veranstaltung soll jährlich wiederholt werden.

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Seit Sonntag gilt: Frei Fahrt auf dem Salzböderadweg.

Quelle: Johanna Stein

Lohra. Der etwa 29 Kilometer lange Radweg entlang der Salzböde ist nach vielen Jahren der Planung und Entwicklung fertiggestellt und seit gestern mit dem „Ersten Anradeln im Salzbödetal“ nun offiziell eröffnet. Entlang der Route boten Vereine aus Bad Endbach, Weidenhausen, Erdhausen, Mornshausen, Lohra und Damm Aktionen für Nutzer und Besucher an.

Im Vordergrund stand aber natürlich das Fahrradfahren und so freuten sich die Veranstalter, dass trotz des mäßigen Wetters mit immer wiederkehrenden Regenschauern doch einige Radfahrer kamen und nicht nur die Stationen besuchten, sondern auch den Weg zwischen diesen erkundeten.

Und die Nutzer sind begeistert: „Die Strecke ist toll“, sagte Inge Dexneit, die es von Lohra bis nach Bad Endbach zum KSF-Zentrum schaffte. Mehr wäre nicht gegangen, wenn sie dort nicht Hilfe für ihr Gefährt gefunden hätte, dem sprichwörtlich die Puste ausging.

Auch Bianca Hetche aus Lohra fährt gerne und oft Fahrrad. Die 41-jährige Produktionshelferin findet den Weg sehr schön und lobt vor allem die gute Organisation des Aktionstages.

Ein kleiner Kritikpunkt fiel hingegen der 51-jährigen Renate Wick auf, als sie mit ihrem Fahrrad auf dem Salzböderadweg unterwegs war. „Der Weg sollte noch besser beschildert werden“, meint die Biologie-Laborantin aus Lohra. Ansonsten seien der Weg und auch die Aktion an der Eselsmühle aber sehr schön und auch die weiteren Stationen schaute sie sich im Laufe des Tages an.

Auch die Eröffnungs- und Begleitveranstaltungen überzeugten die Besucher. Der 19-jährige Abiturient Justus Schepp aus Lohra fährt zum Beispiel oft Fahrrad und freut sich daher über den neuen Weg. Noch besser aber als den Weg an sich findet er die Veranstaltung, da so vielleicht noch mehr Leute für das Fahrradfahren begeistert werden könnten. „Leider habe ich aber heute keine Zeit mehr, mir noch weitere Stationen als die Eselsmühle anzuschauen“, sagt er.

Zuvor hatten Landrätin Kirsten Fründt und Lohras Bürgermeister Georg Gaul am Vormittag an der Eselsmühle in Lohra die vielen Gäste begrüßt. Bereits eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung fand ein ökumenischer Gottesdienst in der Reithalle der Eselsmühle statt, an dem sich der Gesangverein und der Posaunenchor aber auch die Kinder des Kindergottesdienstes beteiligten.

Fründt betonte in ihrer kurzen Ansprache, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit der Organisationen und Kommunen sei. Die Organisatoren freuen sich, dass das gute Marburger Radwegenetz nun um eine Attraktion erweitert worden sei, und Bürgermeister Gaul fügt erneut hinzu, dass diese Veranstaltung von jetzt an jährlich stattfinden und somit fester Bestandteil der lokalen Terminkalender werden solle. Sowohl Fründt als auch Gaul lobten besonders, die örtlichen Vereine, Kommunen und Gewerbevereine sowie Familie Hoffahrt, welche ihren Hof für die Eröffnung zur Verfügung stellte.

Die Eselsmühle bot mit einem Segwayparcour, einer Strohburg, Bogenschießen, Kinderschminken, Feuerlöschübungen und einem Streichelzoo für die jüngeren Besucher viele Attraktionen. Doch auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz, konnten eine Oldtimer-Traktorausstellung besichtigen oder sich beim Kreativ-Wettbewerb „Drahteselbiegen“ den Kindern stellen.

Nicht nur die Eselsmühle hielt viel Programm für Jung und Alt bereit: Das Naturkundehaus Damm und das Regionalmuseum Weidenhausen veranstalteten einen Tag der offenen Tür, im „Kornhaus“ in Mornshausen bot ein Fahrradhändler wie auch einer in Bad Endbach einen Pannenservice und Probefahrten von E-Bikes an, im Bad Endbacher Kurpark wurde zudem der Abschluss des Folklore-Festivals gefeiert und noch vieles mehr.

Die Aktionen entlang der Radtour verteilten sich zwar nur zwischen Bad Endbach und Damm, der Radweg erstreckt sich aber von der Quelle der Salzböde bis zu ihrer Mündung in die Lahn in Lollar-Odenhausen. Der letzte Schritt zur Fertigstellung war die Asphaltierung von insgesamt drei Wegabschnitten zwischen Lohra und Reimershausen in den Jahren 2010 bis 2012 sowie die Erneuerung der Brücke hinter der Eselsmühle in 2011.

von Johanna Stein und Gianfranco Fain

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