Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Forderung nach Tempolimit

Sitzung des Ortsbeirats Forderung nach Tempolimit

Zu den Bauanträgen auf 
Genehmigung einer 
Aufschüttung durch die Firmen Michel und Barth stellt der Ortsbeirat einige Forderungen.

Voriger Artikel
Knalleffekt bei Vorschlägen bleibt aus
Nächster Artikel
Fremdverschulden ausgeschlossen

Der Rollshäuser Ortsbeirat fordert Tempo 30 im gesamten Ort.

Quelle: Nadine Weigel

Rollshausen. Thema der Rolls­häuser Ortsbeiratssitzung am Montag voriger Woche war die Erddeponie an der Kreisstraße 50 zwischen Rollshausen nach Seelbach. Ehemals als gemeindliche Bauschuttdeponie betrieben, dient sie heute den Lohraer Firmen Michel und Barth dazu, Stein-
erde abzugraben und die Löcher mit Bauaushub zu befüllen.

Das allgemeine Interesse an diesem Thema ist so groß, dass acht Rollshäuser Bürger die Diskussion verfolgten. Direkte Anlieger an der Deponie beschwerten sich über massive Beeinträchtigungen durch Lärm und Schmutz sowie Schäden an ihrem Haus. Sie hätten am liebsten, dass die Deponie möglichst bald geschlossen würde.

Die gemeindliche Bauschuttdeponie wird schon lange nicht mehr genutzt und sollte längst renaturiert sein. Ein unabhängiges Ingenieurbüro hatte 
eine Überhöhung des ursprünglichen Erdniveaus an der ehemaligen gemeindlichen Deponie von sechs Metern festgestellt, die noch beseitigt werden sollte, sagten die Gremiumsmitglieder.

Die Vorlagen 125 und 126 des Gemeindevorstands beinhalten den Rückbau der Deponien der beiden Firmen Michel und Barth bis zum Jahr 2022. Bis dahin sollen die Löcher verfüllt und das Gelände renaturiert werden. Die Vorlagen werden im neuen Jahr in den Ausschüssen und in der Gemeindevertretung diskutiert und abgestimmt werden.

Forderungen des Ortsbeirats für Weiterbetrieb

Eine vorherige Schließung, wie von den Rollshäuser Bürgern gefordert, erachteten die Ortsbeiratsmitglieder als unrealistisch, da die Rollshäuser in der Vergangenheit schon oft vertröstet und falsche Versprechungen gegeben worden seien.

Der Ortsbeirat diskutierte die Vorlagen und stellte Forderungen auf, um die Beeinträchtigungen in den nächsten sieben Jahren des Weiterbetriebs möglichst zu minimieren. Der Ortsbeirat fordert, dass die Geschäftsführer der Betreiberfirmen persönlich für Genehmigungsbedingungen und Auflagen laut Baugenehmigung die Haftung übernehmen sollen.

Weiter fordert der Ortsbeirat an der Kreisstraße zwischen Rollshausen und Seelbach eine dauerhafte Beschilderung „Gefahrenstelle“ mit dem Zusatz „Achtung Baustellenausfahrt – verschmutzte Fahrbahn“. Zudem fordern die Ortsbeiratsmitglieder eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern im gesamten Ortsbereich für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen.

Der Verkehr solle häufiger überwacht werden, damit die Geschwindigkeitsbegrenzung eingehalten wird. Reifenwaschanlagen und die Asphaltierung der Zugangsstraße sollen die Verschmutzung der Kreisstraße minimieren, und der Baustellenverkehr soll eingeschränkt werden, werktags bis 17 Uhr und samstags bis 16 Uhr. An Sonn- und Feiertagen darf kein Baustellenverkehr stattfinden.

von Anita Ruprecht

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr