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Flugmodelle zischen übers Salzbödetal

Propellerfest Flugmodelle zischen übers Salzbödetal

Bis zu tausend Gäste 
verfolgten am Sonntag auf dem Vereinsgelände der Modellfluggruppe Salzbödetal die nahezu
pausenlos startenden und 
 landenden Nachbauten berühmter Flugzeuge.

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Diese SU 31 mit einem 5-Zylinder-Sternenmotor von Rainer Kirch war ein echter Blickfang.

Quelle: Michael Hoffsteter

Mornshausen/S.. Plötzlich kommt Hektik auf am „Mornshausen International Airport“. Piloten und Konstrukteure – meistens in Personalunion – sowie Helfer beeilen sich am Sonntagnachmittag, ihre wertvollen Modelle vor den dicken Regentropfen in Sicherheit zu bringen. Je nach Bauart stehen 200 bis 20.000 Euro auf dem Spiel. Planen werden gespannt oder die Nachbauten berühmter Flugzeuge per Hand zum Auto oder Anhänger in Pferdetransportergröße oder auch einen Kastenwagen geschoben.

Als der Schauer kurz darauf vorüber ist, haben schon einige Modellbauer und auch Zuschauer das Vereinsgelände der Modellfluggruppe (MFG) Salzbödetal verlassen. Doch die Show wird unter der ebenso fachkundigen wie unterhaltsamen Moderation von Marc Zartmann, eine „Leihgabe“ des befreundeten Vereins FSV Glückauf Ailertchen, fortgesetzt.

Für Harald Merte ist das siebte Propellerfest der MFG zu diesem Zeitpunkt aber schon mit einer Punktlandung geglückt. Äußerst zufrieden ist der Vereinsvorsitzende mit dem Besucherzuspruch. An das Vereinsgelände „In der Hoor“ beim Gladenbacher Stadtteil Mornshausen kamen nach seiner Schätzung über den Tag verteilt 800 bis 1000 Schaulustige.

Viel zu sehen für kleine und große Bastelfreunde gab es bei der Modelfluggruppe Salzbödetal. Zum Propellertag kamen dann auch viele Besucher an diesem Wochenende nach Mornshausen.

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Die sahen rund 50 Modelle am Boden und in der Luft, die, je nach Antrieb wie Elektro-, Propeller- oder Düsentriebwerk leise surrend oder laut zischend, über den Platz flogen. Es waren Nachbauten aus Schaumstoff oder Holzrahmen- und Kunststoffkonstruktionen aus dem einschlägigen Fachhandel bis hin zu den selbst geschaffenen Kreationen der Klubmitglieder wie der 
VFW Focker 614 des Mornshäusers Wolfgang Weber, also eines 
echten Modellbauers.

Die Miniatur-Kopie des ersten in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten und im Linienbetrieb eingesetzten Flugzeugs war zwar das Highlight, aber nicht das einzige von Weber konstruierte Modell, das an diesem Tag zu sehen war.

Das zweite war ein in kräftigem Gelb lackierter Starfighter der italienischen Luftwaffe, den Thomas Gleißner vorführte. Mit einer derartigen F104G gelang Gleißner im Vorjahr bei der Weltmeisterschaft in Leutkirchen der Flug auf den dritten Platz in der 20-Kilogramm-Klasse. Im Team mit Konstrukteur Weber wurden die beiden gar Weltmeister.

Weber konstruierte das Modell, Gleißner fliegt es und verkauft es nun als Bausatz. Wer sich ein solches zum Preis eines Kleinwagens zulegen möchte, sollte bedenken, dass er auch ein entsprechendes Transportmittel benötigt. Im Kleinwagen geht das nicht. Der „Starfighter“ im Maßstab 1:3 ist 4,5 Meter lang.

Ein weiterer Blickfang war das Modell einer SU 31 mit einem 5-Zylinder-Sternenmotor, das zum Eröffnungsflug abhob. Ebenfalls sehenswert waren zwei Modelle, eine einmotorige 
Maschine und ein Segelflieger, die einen Schleppflug vorführten oder auch ein Hubschrauber im 3-D-Flug.

Für die Besucher gab es aber nicht nur Non-Stop-Flugvorführungen zu bestaunen. Gespräche mit den Modellfliegern über ihr Hobby waren ebenso möglich, wie das Reinschnuppern bei der Modellflugschule Pöting.

von Gianfranco Fain

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