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„Feuerwehralarm“ durch SPD-Papier

Irritation um Zusammenlegungen „Feuerwehralarm“ durch SPD-Papier

Für einige Verwirrung sorgte ein SPD-Papier über ein Gespräch mit Gemeindebrandinspektor Benjamin Gromes. Dieser klärt über die kleinen aber feinen Unterschiede auf.

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Auch wenn es einigen Erneuerungsbedarf gibt, so sind die Dautphetaler Feuerwehren im Team für jeglichen Fall einsatzbereit.

Quelle: Michael Hoffsteter

Dautphetal. Wer eine Pressemitteilung der SPD-Fraktion in der Dautphetaler Gemeindevertretung liest, könnte zu dem Schluss kommen, dass die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde mit ihren 320 Aktiven kurz vor dem Kollaps und einer grundlegenden Umstrukturierung stehen.

Von der Zusammenlegung zu neuen Brandbezirken mit Schwerpunktsetzungen, von Schläuchen und Fahrzeugen, deren Großteil mehr als 30 Jahre alt sind und auch von kürzlich erstandenen Digitalfunkgeräten, bei denen „nicht immer an zukunftsweisende Lösungen“ gedacht worden sei, ist darin zu lesen.

„Da wurde einiges völlig falsch dargestellt“, erklärt Gemeindebrandinspektor Benjamin Gromes, der mit seinem Stellvertreter Marko Werner das Gespräch mit den Vertretern der SPD-Delegation führte. Richtig sei, dass es steigende Unterhaltungskosten sowie intensivierte Aus- und Fortbildungsvorschriften gebe, doch das führe in Dautphetal nicht zur Zusammenlegung von Wehren zu neuen Brandbezirken.

Rückkehr zu bewährten
 Löschgemeinschaften

Was bereits festgelegt ist, seien neue Schutzbereiche, in denen analog zu den früheren Löschgemeinschaften Wehren zusammen ausrücken können, um alle notwendigen Löschfahrzeuge und Materialien am Einsatzort zur Verfügung zu haben. Denn nicht jede Wehr habe und brauche auch nicht die Ausrüstung für alle Fälle. Die Schutzbereiche bilden die Wehren von:

*  Buchenau, Elmshausen und Allendorf
*  Silberg, Dautphe und Hommertshausen
*  Mornshausen, Herzhausen und Holzhausen
*  Friedensdorf und Damshausen, die im Bedarfsfall ergänzt werden.

Zwar stehe die Neuanschaffung von Löschfahrzeugen und -materialien sowie Helmen und Sicherheitsschuhen für die Aktiven und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr an, doch das bewege sich alles im Rahmen der normalen Abnutzung und des Ersatzes, die auch mit den 10.000 Euro, die jährlich im Haushalt der Gemeinde zur Verfügung stehen, bewältigt werden. „Außer bei der Sicherheitsausrüstung für die Jugendfeuerwehren. Da mussten wir einen Schwerpunkt setzen, der zum Teil auch schon umgesetzt ist“, erläutert Gromes.

Gemeindevorstand stimmt Dautpher Fahrzeug zu

Richtig sei auch, dass einige Fahrzeuge schon mehr als 30 Jahre im Gebrauch sind und ersetzt werden müssen, doch das sei „normal“. „Während der nächsten vier Jahre unserer Amtszeit müssen fünf bis sechs Fahrzeuge ausgetauscht werden“, erklärt Gemeindebrandinspektor Gromes. So müsse noch in diesem Jahr das Fahrzeug für die Dautpher Wehr bestellt werden, damit die Zuschüsse nicht verfallen und im nächsten Jahr müsse die Ausschreibung für ein neues Fahrzeug der Buchenauer Freiwilligen „angeschoben“ werden.

Und dann war da noch die Sache mit dem Kauf der Digitalfunkgeräte, bei denen laut SPD-Pressemitteilung „leider nicht immer an zukunftsweisende Lösungen gedacht wurde“. Die Umstellung auf Digitalfunk wurde, wie vom Land Hessen empfohlen, in Dautphetal recht früh vorgenommen, was zur Folge hat, dass es heute Geräte gibt, die mehr leisten können. Doch das ist für Gromes kein Problem: „Sie funktionieren. Wir können damit funken. Das ist alles, was wir brauchen.“

Etwas irritiert ist auch Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) über die SPD-Pressemitteilung, die schon an anderen Stellen zu lesen war. Natürlich handele es sich bei den 10.000 Euro im Haushalt um einen „Regelansatz“, doch wenn die 
Feuerwehren dringend etwas benötigten, dann würden „entsprechende Möglichkeiten geschaffen“.

Und zu dem neuen Fahrzeug für die Dautpher Wehr teilt Schmidt mit, dass der Gemeindevorstand am Montagabend einem der Ausschreibungsangebote zugestimmt hat. Das LF 20 kostet rund 272.000 Euro, für das in diesem Jahr 100.000 Euro im Haushalt vorgesehen sind und nächstes Jahr 180.000 Euro. Vom Land kommt ein Zuschuss in Höhe von 80.000 Euro.

von Gianfranco Fain

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