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Feuerwehr-Oscar für Klaus Schäfer

Jahreshauptversammlung Feuerwehr-Oscar für Klaus Schäfer

Die Freiwillige Feuerwehr Biedenkopf rückte 2013 zu 71 Einsätzen aus. Für ihre Bereitschaft, sich weiterzubilden, erhielten die Feuerwehrleute viel Lob.

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Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Martin Herterich (links) und Stadtrat Ewald Achenbach (rechts) beförderten (ab 2. von links) Marcel Valentin, Daniel Beck, Detlef Stein, Michael Sparwasser, Andreas Eigenbrot, Marcel Wehn und Christian Piechaczek. Wehrführer Michael Schäfer (rechts) verabschiedete Klaus Friedrich (links) aus der Einsatzabteilung und zeichnete Klaus Schäfer mit dem Feuerwehr-Oscar aus (kleines Foto).Foto: Klaus Peter

Biedenkopf.. In der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Biedenkopf (Kernstadt), die am Samstag im Lehrsaal der Feuerwache stattfand, würdigte Wehrführer und Stadtbrandinspektor Michael Schäfer den Einsatz von Klaus Schäfer, der 40 Jahre im Dienst der Feuerwehr aktiv war, mit dem Feuerwehr-Oscar in Bronze. Schäfer informierte zudem darüber, dass derzeit 53 Aktive der Einsatzabteilung, 14 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung und 12 Schüler beziehungsweise Jugendliche der Jugendfeuerwehr angehören. Die Feuerwehr zählt außerdem 334 fördernde Mitglieder. Das Engagement der fördernden Mitglieder habe sich äußert positiv entwickelt: 2013 kamen 29 Förderer hinzu. Bedauerlich sei, dass man leider keine neuen Kameraden für die aktive Mitarbeit gewonnen habe, erklärte der Wehrführer.

Zu 71 Einsätzen rückte die Kernstadt-Wehr im vergangenen Jahr aus. Obwohl dabei zum Teil schwierige und belastende Aufgaben zu bewältigen waren, habe dies den Aktiven keine Probleme bereitet. Der hervorragende Ausbildungsstand der Wehr komme dabei zum Tragen. Die Bereitschaft der Feuerwehrkameraden, sich weiter zu bilden, sei ungebrochen, wobei Schäfer oft ein schlechtes Gewissen habe, dass nicht alle Lehrgangswünsche erfüllt werden können. Weiter berichtete Schäfer davon, dass 2013 ein Team der Wehr - fast schon traditionell - mit Erfolg an den Kreisleistungswettkämpfen in Kirchhain teilgenommen und damit das einzige Team aus dem „Hinterland“ gestellt hat.

Nach der Stilllegung des ELW 1 durch den TÜV sei im Dezember des vergangenen Jahres ein neues Fahrzeug in den Dienst gestellt worden. Die städtischen Gremien seien sich ihrer Verantwortung einmal mehr bewusst gewesen und ließen vom Land Hessen den Bewilligungsbescheid für einen „Gerätewagen Logistik“ kurzerhand umschreiben. So sei es möglich gewesen, nach erfolgreicher Planung und Ausschreibung das neue Fahrgestell zu kaufen und auf- und auszubauen.

„Durch wirtschaftliche und zukunftsorientierte Planung einer Arbeitsgruppe der Feuerwehr und die hervorragende Unterstützung der Stadtverwaltung ist es ermöglicht worden, ein Fahrzeug zu beschaffen, welches allen denkbaren Szenarien gewachsen ist“, sagte Schäfer.

Anschließend stellte der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Andre Lagodny seinen Bericht vor. Die Jugendfeuerwehr bestehe aus 12 Mitgliedern und es haben im abgelaufenen Jahr 42 Treffen stattgefunden. Dabei seien 86,25 Stunden allgemeine Jugendarbeit und 65,75 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung geleistet worden.

Stadtrat Ewald Achenbach lobte das Engagement der Feuerwehrleute, insbesondere auch die Zusammenarbeit der Biedenkopfer Wehren. Achenbach bescheinigte der Kernstadt-Wehr einen hervorragenden Ausbildungsstand, auf den er stolz sei.

Das ehrenamtliche Engagement stellte er als ein besonderes verantwortungsvolles Amt heraus. Achenbach hob auch die Wichtigkeit der Jugendarbeit hervor und betonte, dass die Stadt auch bei knapper Kassenlage nicht an Investitionen für die Sicherheit der Feuerwehrleute spare. So seien für die Feuerwehr Kernstadt im vergangenen Jahr 129000 Euro im Haushalt eingestellt gewesen.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Martin Herterich lobte ebenfalls den „hervorragenden Ausbildungsstand“ und das 100-prozentige Funktionieren der Feuerwehrleute bei Einsätzen. Auch aus seiner Sicht funktioniere die Zusammenarbeit mit den übrigen Biedenkopfer Wehren sehr gut.

Trotz der lobenden Worte gab es auch Kritik - allerdings aus den Kreisen der Feuerwehr an die Stadtverordneten. Ein Mitglied monierte, dass keine der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen trotz Einladung an der Versammlung teilnahm. Gleiches gelte für den Ortsbeirat Biedenkopf. „Die politischen Mandatsträger haben es wohl nicht nötig, mit ihrem Erscheinen die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute zu würdigen“, sagte der Redner.

von Klaus Peter

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