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Fest der Kulturen verbindet

Integration Fest der Kulturen verbindet

An der alten Molkerei feierten die Bewohner des Asylbewerberheims mit der Bevölkerung ein fröhliches Fest mit kulinarischen Genüssen aus aller Herren Ländern.

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Die Bewohner der Alten Molkerei erfreuten das Publikum mit ihren Tänzen und luden die Gäste zum Mitmachen ein.

Quelle: Ingrid Lang

Lohra. Zum Sommerfest der Integration hatte der Arbeitskreis für Menschenrechte und Menschenwürde eingeladen. Bereits am frühen Vormittag war die Vorsitzende Elfriede Köhler mit einigen Helfern im Einsatz. Sie stellten Bierzeltgarnituren auf der Wiese neben dem Gebäude auf und sperrten das Freigelände ab. Am Nachmittag kamen viele Bürger nicht nur aus Lohra, sondern auch aus der Umgebung, die zum Teil auf dem Weg vom oder zum Naturkundehaus in Damm waren, aber dann einen Stopp in Lohra einlegten.

Herrliches Spätsommerwetter lud zum Verweilen und Genießen ein, denn es gab ein reichhaltiges und internationales Büfett, zu dem die Mitglieder des Arbeitskreises, die Bewohner der alten Molkerei und etliche Bürger aus der Gemeinde beitrugen. Die Besucher ließen sich Kaffee, Kuchen, Salate, Fleischgerichte und Spezialitäten aus der Heimat der Molkerei-Bewohner schmecken. Zudem wurden auf Wunsch süße Crêpes gebacken.

Ehemalige besuchen Fest

Zu Beginn des Festes sorgte der Jugendposaunenchor mit Dirigent Heinrich Böth für gute Unterhaltung. Einige Gäste hatten Spielsachen mitgebracht, die die Kinder mit Begeisterung ausprobierten. Die jüngeren Bewohner, die zurzeit in Lohra vorübergehend ein Zuhause gefunden haben, stellten sich den Besuchern vor. Auf Deutsch berichteten sie, woher sie stammen und dass sie gerne den Schulabschluss nachholen würden. Zu den weiteren Besuchern zählten etliche ehemalige Asylbewerber, die bei ihrer Ankunft in Lohra gelebt hatten. Sie versäumen kein Fest des Arbeitskreises, da sie in Lohra herzlich aufgenommen worden waren. Der Arbeitskreis bemüht sich, allen Neuankömmlingen Deutschunterricht anzubieten. Zudem werden sie bei Behördengängen begleitet. In den vergangenen Jahren haben sich daraus viele Freundschaften entwickelt, wissen Köhler und Christel Bobenau.

Zu später Stunde kamen auch der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert und der erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow vorbei und zeigten sich beeindruckt von dem fröhlichen Miteinander. Sie lobten die Bemühungen des Arbeitskreises, ausländische Bürger zu integrieren. Ganz spontan entschlossen sich dann einige Somalier und Pakistani zu tanzen. Unter dem Beifall des Publikums präsentierten sie die Tänze, wobei sie Zachow und Ruffert sowie Arne und Randa Meidow mit einbezogen. Zurzeit wohnen 22 Menschen in der Molkerei. Sie kommen aus Somalia, Pakistan, Eritrea, Äthiopien und dem ehemaligen Jugoslawien.

Überwältigt von dem gelungenen Sommerfest und den vielen Besuchern zeigte sich am Ende der Feier Elfriede Köhler. Dass 200 Besucher zu der Feier kommen würden, damit habe sie nicht gerechnet.

von Ingrid Lang

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