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Feiern mit Freunden

Sommerfest der Integra­tion am Bürgerhaus Feiern mit Freunden

Am Mittwoch fand das Sommerfest der Integra­tion statt – diesmal rund um das Lohraer Bürgerhaus. Der Arbeitskreis 
für Menschenrechte 
und Menschenwürde freute sich über den ­großen Zulauf.

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Die Frankfurter Band „Sir Mystic and the African Best“ sorgte für Unterhaltung.

Quelle: Anita Ruprecht

Lohra. Die Arbeitskreisvorsitzende Elfriede Köhler begrüßte außer den Ehrengästen aus Politik und Kirche die Festgäste aus Somalia, Äthiopien, Syrien und Albanien, die alle etwas zu dem Fest beigetragen hatten, betonte sie.

Fast ausnahmslos hatten sie verschiedene internationale Spezialitäten zubereitet und mitgebracht, die im Foyer des Bürgerhauses zu einem großen Büfett zusammengestellt wurden, das keine Wünsche offen ließ.

Die kontinuierliche mehr als 25-jährige Arbeit des Arbeitskreises für Menschenrechte und Menschenwürde in Lohra findet mittlerweile kreisweit Beachtung und hat in Vergangenheit und Gegenwart schon einiges bewegt. So gibt es vier Frauen in Lohra, die den Asylsuchenden Deutschunterricht erteilen, andere helfen bei Behördengängen oder Arztbesuchen.

„Die Menschen brauchen nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch einfach praktische Hilfe und Freunde“, sagte der Lohraer Arzt Arne Meidow, der das Fest mitorganisiert und die Band „Sir Mystic and the African Best“ verpflichtet hatte. Die vier jungen Musiker mit ihrem Frontmann Yeboah kommen aus Ghana, leben aber schon seit einigen Jahren in Frankfurt. Sie spielen einen Mix aus Highlife, Reggae, Ragga und Gospels mit Soul-Elementen. Sie interpretieren bekannte Hits im neuen Gewand und eigene Songs.

Überraschung für Elfriede Köhler

In Lohra sei über Jahre etwas gewachsen, was man gar nicht genug würdigen könne, sagte der erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und er fügte hinzu, dass der Flüchtling von heute der Nachbar und Arbeitskollege von morgen sei. „Bringen und Teilen“ ist der Sinn unseres Festes und die Tradition des Arbeitskreises für Menschenrechte und Menschenwürde, sagte die erste Beigeordnete Rosemarie Wolny, die die Grüße der Gemeinde übermittelte.

Außerdem hatte sie noch eine Überraschung im Gepäck. Elfriede Köhler wird am 1. Oktober in Berlin das Bundesverdienstkreuz von Bundespräsident Joachim Gauck erhalten. Wolny hatte das offizielle Einladungsschreiben des Bundespräsidenten mitgebracht.

Hans Wilhelm Kisch, der Vorsitzende der Gemeindevertretung, spendete drei Fahrräder, die er instandgesetzt hatte, sowie elf Fußbälle und jede Menge Stifte und Blöcke, die er während der Feier, zur Verteilung an die Asylsuchenden, an den Arbeitskreis übergab. Jede Menge Spaß und Geselligkeit sowie kunstvolle Seifenblasen und Spiele für die Kinder rundeten das Fest ab.

von Anita Ruprecht

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