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Feier war ein Volltreffer

Städtpartnerschaft Feier war ein Volltreffer

Eine sportliche, spritzige und spaßige Angelegenheit waren die „Olympischen Spiele“ im Freibad des Nautilust.

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Fünf Stunden lang vergnügten sich die jungen Gäste mit ihren eigenen „Olympischen Spielen“ im „Nautilust“. Dazu zählte auch Wasserball im Außenbecken des Freizeitbades.Foto: Björn-Uwe Klein

Gladenbach. Jugendliche aus Niemcza und Monteux, die anlässlich des Jubiläumstreffens der Städtepartnerschaften zu Gast waren, maßen gemeinsam mit Gladenbachern im freundschaftlich-spielerischen Wettbewerb ihre Kräfte.

Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Gladenbach hatten ein buntes Bewegungsprogramm mit verschiedenen Disziplinen zusammengestellt. Los ging es mit Wasserball. Bei dem Tempo der Spiele war es nicht immer einfach, auf den ersten Blick zwischen Gegner und Mitspieler zu unterscheiden, da die Wasserballteams keine Trikots oder verschiedenfarbige Badekappen trugen.

„Aufgepasst“ hieß es aber auch für diejenigen, die den Beckenrand säumten. Denn bei der Begeisterung, mit der die Jugendlichen in der scheinbaren Schwerelosigkeit des Wassers dem Ball nachjagten, bekamen die Zuschauer so manchen Spritzer ab.

Ebenso beim „Wasser-Zombie“, einem völkerballähnlichen Spiel im Schwimmbecken. Und erst recht spritzte es - wie könnte es anders sein - beim Sprungwettbewerb.

Noch mehr Spaß gab‘s beim Kostümwettbewerb. Gute Nerven und ein ruhiges Händchen waren gefragt, als es galt, einen Hindernisparcours zu bewältigen, und zwar mit einem Tischtennisball auf einem Löffel.

Alle Teams meisterten die einzelnen Disziplinen hervorragend - so hervorragend, dass es nach fünf Stunden keine Verlierer, sondern nur Sieger gab.

Da sich die meisten Jugendlichen im Freibad austobten, blieb es auf dem benachbarten Mehrgenerationenplatz recht ruhig: Für Jutta Koch, die die Aktivitäten auf dem Mehrgenerationenplatz betreute, war dies ein Kontrast zu den vergangenen Tagen, hatte die Leiterin des Fachbereichs für soziale und kulturelle Angelegenheiten doch mit der Vorbereitung der Feierlichkeiten viel zu tun. Grund genug für Michael Willms, den Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, ihr am Abend währen des Festaktes im Haus des Gastes einen Blumenstrauß zu überreichen.Dort standen jede Menge Reden auf dem Programm (die OP berichtete).

Eine gemeinsame Verantwortung für Europa stellte unter anderem der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (Die Grünen) heraus. Zugleich machte er deutlich: „Wir profitieren von diesem Europa am meisten.“ Daraus erwachse eine besondere Verpflichtung, „gerade weil es uns hier im Landkreis und in Deutschland gut geht“, so McGovern mit Blick auf das derzeitige Rekordtief der Arbeitslosigkeit in Deutschland.

Gründungsmitgliedererzählen Schnurren

In einer Interviewrunde befragte Michael Willms zwei Gründungsmitglieder des Partnerschaftsvereins nach ihren Erinnerungen an die 25 Jahre währende Städtepartnerschaft zwischen Gladenbach und Monteux: Rudolf H. Schneider, langjähriges Vorstandsmitglied, und Siegfried Dellnitz, ehemaliger Bürgermeister von Gladenbach. Beide hatten so manche Anekdote vom Kennenlernen der französischen Küche (Dellnitz) bis zu einem Walzertanz auf einem Platz (Schneider) parat. Außerdem berichtete der ehemalige Europaschüler Rüdiger Vöhl von seinen Erlebnissen während des ersten Schüleraustauschs zwischen Gladenbach und Monteux: Beispielsweise vom Tag der Abfahrt aus der Provence, als der Bus sich nicht in Bewegung setzte, weil ein Unbekannter Zucker in den Tank geschüttet hatte: „Es flossen Tränen. Bei den einen, weil sie nicht wussten, wie sie nach Hause kommen solten, bei den anderen, weil sie dableiben wollten.” Vöhl erklärte, wie sehr er sich schon auf seinen nächsten Besuch in der Provence freue.

Zu den symbolischen Höhepunkten des Abends zählte die erneute Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden durch die Bürgermeister, ebenso das mit Spannung erwartete Verteilen der Geschenke.

Untermalt wurde das Geschehen unter anderem durch eine Mädchentanzgruppe aus Niemcza sowie Uwe Tittl, der Elvis-Songs vortrug. Der Gladenbacher Frauenchor „Tonart“ gab einige Lieder zum Besten, weiterhin wussten die Europaschüler Maurice Strobel, Johanna Bork und Kristof Koch sowie die Rock- und Folkband Band „Green Garden“ aus Gießen und Marburg musikalisch zu überzeugen. Abgerundet wurde das Programm darüber hinaus durch eine Theatergruppe der Europaschule.

Alle Hände voll zu tun hatten die Volks- und Trachtentanzgruppe und die Kernstadt-Feuerwehr Gladenbach, die die Gäste mit Getränken versorgten.

von Björn-Uwe Klein

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