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Faschings-Rakete zündet in Volkshalle

Faschingsauftakt Faschings-Rakete zündet in Volkshalle

Der traditionelle Faschingsball des TV Hartenrod eröffnete den Reigen der Narren-Feiern im Hinterland. Die Stimmung in der vollen Volkshalle war bei Musik, Tänzen, Sketchen und Büttenreden gut.

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Humoristische und optische Highlights des Hartenroder Faschingsballs waren der Pinguin-Tanz der Damengymnastikgruppe.

Quelle: Ingrid Lang

Hartenrod. Durch das fast dreistündige Programm des Faschingsballs des TV Hartenrod am Samstagabend führte Gerd Kaiser wie immer mit viel Witz und Charme. Er grüßte zu Beginn alle Akteure des Turnvereins, die durch den Saal auf die Bühne zogen. Für gute Stimmung sorgten anschließend die Gardetänzerinnen, die ihre Beine „fliegen“ ließen und den bunten Faschingsball eröffneten.

Büttenredner Konrad Mussong beglückwünschte das Publikum, das den Weltuntergang im Dezember überlebte. „Wäre die Welt untergegangen, hätte ich mich in meinen Astra gesetzt und wäre woanders hingefahren“, sagte Mussong. Anschließend nahm er die Nachbardörfer Bad Endbach und Holzhausen auf die Schippe. Im Traum habe er den Weltuntergang von Bad Endbach erlebt, von dem nur ein riesiges Loch übrig blieb, das die Hartenroder mit ihren Tränen fluteten. Als er aufwachte stand Bad Endbach noch, was aber nicht unmöglich sei, denn in Endbach komme alles erst 10 Jahre später.

Mussong sang: „Endbach, wenn ich dich seh, tut mir mein Hartenröder Herz so weh“, wofür er starken Beifall bekam. Er berichtete über den Häuptling der Windräder, der als Pfadfinder in Endbach eine Ertrinkende mit Mund-zu-Mund-Beatmung gerettet habe und lästerte über die unterschiedlichsten Biersorten, während Oliver Hinterlang in der Bütt über die Euro-und Schuldenkrise berichtete.

Urgestein Rainer Simon sagte „mit einem Paukenschlag wurde Wulff aus dem Amt gejagt und am Ende war er ein einsamer Mann, denn selbst Bettina lässt ihn nicht mehr ran“. In seiner Büttenrede ging es um Jogis Jungs, den Rotmilan am Hilsberg sowie die Schließung der Holzhäuser Postfiliale. Er nahm die Wahl der Kirschenkönigin, weil bei der ein Hartenröder Prinz mitmachte.

Für große Begeisterung sorgte der Auftritt der Aerobicgruppe die den Eurovisions Siegertitel der „Babuschkas“ präsentierten. Einen tierischen Schwarzlichttanz zeigte die TGW Gruppe mit den „mexikanischen verrückten Hühnern“, während die Damengymnastikgruppe in die Kostüme von watschelnden Pinguinen schlüpften.

Zwischendurch begeisterte Lissi Lotz mit einem Playback-Hitmix von Juliane Werding, die „Flippers“, die noch einmal gemeinsam auftraten boten einen Querschnitt aus ihren bekannten Songs und Tim Tobee ließ „Pretty Belinda“ erklingen.

Mit dem Sketch von der Kuh „Elsa“ begeisterten Lissi Lotz und Kathrin Müller das Publikum. Die Lacher auf ihrer Seite hatte die Damengymnastikgruppe mit ihrem Sketch vom Pflegenotstand. Sie zeigten wie Sparen in der Pflege geht: mit einem Waschlappen sowie ein Stück festes Klopapier für alle Patienten.

Keine Kosten und Mühen hatte der Turnverein gescheut und das in Hamburg auf St.Pauli spielende Musical „Heiße Ecke“ nach Hartenrod geholt. Unter neuer Leitung von Vanessa Kegel und Tanja Lotz hatte das Männerballett einen Tanz einstudiert. Dabei sorgten Jonas Haus und Jannik Muzica für Sprünge in luftiger Höhe, bevor sie alle die Anzüge fallen ließen und in ihren Ballettröckchen einen Tanz darboten.

Mit dem umgeschriebenen Lied der „Toten Hosen“ „Tage wie diese“ beendeten die TV Harmonists (alle Akteure) offizielle das Faschingsprogramm. Anschließend zogen die Akteure mit einer Polonaise erneut durch den Saal. Danach sorgte die Musikgruppe „The Lights“ für beste Unterhaltung und Stimmung unter den mehr als 300 Besuchern.

von Ingrid Lang

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