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Falsche Polizeibeamte unterwegs

Warnung Falsche Polizeibeamte unterwegs

Die Polizei warnt vor mutmaßlichen Betrügern, die sich als Polizeibeamte ausgeben und per Telefon sensible Daten erfragen.

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Per Telefon melden sich die vermeintlichen Polizeibeamten bei den Opfern und erfragen sensible Daten.

Quelle: dpa

Dautphetal. Anlass dafür ist ein Vorfall, der sich Montagnachmittag in der Gemeinde Dautpehtal ereignete. Demnach rief in Elmshausen, Dautphe und Friedensdorf ein männlicher Anrufer mit unterdrückter Telefonnummer an und stellte sich als Polizeibeamter vor. Der angebliche Ermittler gab vor, dass es in der Nähe zu Einbrüchen gekommen sei und erkundigte sich deshalb, ob sich im Haus ein Tresor oder Wertsachen befinden würden.

"Ziel der Täter ist es, die Betroffenen - meist handelt es sich um ältere Menschen - so zu verunsichern, dass diese bereit sind, Geld und Wertsachen an den oder die angeblichen 'Kollegen' des Anrufers zu übergeben", warnt der Marburger Polizeisprecher Martin Ahlich.

Um die Echtheit des Anrufes zu untermauern, erschien im Display der Angerufenen zum Teil die Notrufnummer "110" mit entsprechender Ortsvorwahl. "Doch auch bei der Notrufnummer, die die Täter nutzen, handelt es sich um eine nicht existente Rufnummer", so Ahlich (mehr dazu unter "Hinweise der Polizei"). 

Keiner der Angerufenen fiel auf die Masche herein.

Die Polizei berichtet weiter, dass einer Zeugin nach dem Anruf im Rotesteinweg in Dautphe ein Ortsfremder, zirka 35 Jahre alter Mann mit hellbrauner Lederjacke auffiel. Später wurde ein weiterer Mann in der Gartenstraße gesichtet.

  • Zeugen, denen am Montagnachmittag in Dautphetal ortsfremde Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, melden sich bitte bei der Kripo Marburg, Tel. 06421- 4060.
Hinweise der Polizei

Auch wenn Sie im Display die Notrufnummer 110 sehen, handelt es sich um keinen Anruf der Polizei. Sie können sicher sein, dass Sie die Polizei niemals über den Notruf anrufen würde. Auch würde Ihre Polizei Sie am Telefon nie über Ihre Vermögensverhältnisse ausfragen und Sie dazu bewegen, Geld oder Wertsache auszuhändigen. Die Beamten bitten Sie deshalb, nie Auskünfte am Telefon über die persönlichen Verhältnisse zu geben und niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen auszuhändigen, egal wie vertrauensvoll der Anrufer klingt!

Lassen sich auch nicht durch Fangfragen wie "Gibt es denn bei Ihnen überhaupt etwas zu holen?" aufs Glatteis führen. Mit der Antwort "Nein, mein Schmuck und Bargeld habe ich sicher im Tresor verstaut" hat der Täter bereits sein Ziel erreicht!

Fragen Sie nach dem Namen, der Dienststelle des angeblichen Polizeibeamten. Sollte eine Rückrufnummer genannt werden, rufen Sie dort nicht zurück. Ermitteln Sie über die Auskunft/das Telefonbuch die Rufnummer der zuständigen
Polizeidienststelle und erkundigen sich dort, ob von dort tatsächlich Anrufe getätigt wurden. Alarmieren Sie die Polizei bei dem geringsten Zweifel über die echte Notrufnummer 110, bei der keine Vorwahl einzugeben ist! Merken Sie sich Besonderheiten des Anrufers.

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