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Experte entlastet den Angeklagten

Aus dem Landgericht Experte entlastet den Angeklagten

Die Polizei fand kein
belastendes Material auf den Computern eines Angeklagten. Der 50-Jährige soll pornografische Bilder seiner Ex-Freundin verbreitet haben und wehrt sich in zweiter Instanz.

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Ein 50-Jähriger wehrt sich vor dem Landgericht gegen ein erstinstanzliches Urteil.

Quelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Marburg. Das Amtsgericht Biedenkopf hatte den Biedenkopfer zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Dieser bestreitet die Taten und wehrt sich in zweiter Instanz vor dem Marburger Landgericht, das den Fall neu aufrollt.

Dass die Bilder während der Beziehung entstanden sind, hatten er und die Frau am ersten Verhandlungstag bestätigt. Der 50-Jährige will sie jedoch nicht mehr besessen haben. Sie waren unter anderem an Vermieter, Arbeitgeber und Kollegen gegangen.

Ein Computer, so der Zeuge,­ sei ganz normal mit Betriebssystem versehen gewesen und habe auch Daten enthalten. Auf einem Laptop sei jedoch ein Programm installiert gewesen, das Daten unwiderruflich löschen könnte.
Die Festplatte sei formatiert worden, der Computer so im vorgefundenen Zustand nicht gebrauchsfähig.

Auf Nachfrage bestätigte der Beamte, dass derartige Programme auf vielen Rechnern zu finden sind, auch Verteidiger Thomas Nonas bejahte das für sich. Um Daten rückstandslos zu entfernen, so der Zeuge, bedürfe es zudem „fortgeschrittener Kenntnisse“. Normalerweise würden mit der Software, die kostenlos herunterzuladen ist, Internetverläufe gelöscht.

Die Geschädigte hat dem Gericht einige SMS zur Verfügung gestellt, die von dem Angeklagten stammen sollen. Darin heißt es unter anderem im Hinblick auf eine neue Beziehung der Frau: „Ich lasse mich nicht auf diese Art und Weise betrügen, im Anschluss schicke ich dir noch ein Bild von deinem Hobby“, und „es ist besser, wenn du auswanderst“. Der Angeklagte betonte, die Nachrichten stammten nicht von ihm.

Das Mobiltelefon der Frau wird derzeit von Fachleuten ausgewertet. Wie der Vorsitzende, Richter Gernot Christ, betonte, wird es noch mehrere Verhandlungstage geben, den nächsten am 11. November.

von Heiko Krause

 
 
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Zweite Instanz überprüft die Vorwürfe

Weil er pornografische Bilder seiner Ex-Freundin verbreitet haben soll, wurde ein Biedenkopfer zu
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Bewährungsstrafe verurteilt. Der 50-Jährige bestreitet die Vorwürfe in zweiter Instanz.

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