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Ex-Sportplatz ist attraktives Bauland

Unter dem Schlossberg Ex-Sportplatz ist attraktives Bauland

Auf dem ehemaligen Sportplatz reihen sich Neubauten aneinander. Das Baugebiet ist derart beliebt, dass bereits für die letzten fünf Bauplätze Anfragen vorliegen.

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Das Baugebiet „Unter dem Schlossberg“ wurde 2014 auf dem alten Sportplatz auf einer Fläche von 1,3 Hektar ausgewiesen. Die letzten fünf freien Bauplätze sind bereits für Interessenten reserviert.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Die ruhige ­Lage, die Nähe zur Schule, der Kindergarten und das Freizeitbad scheinen für bauwillige Familien treffliche Gründe gewesen zu sein, sich für einen Bauplatz in der exponierten Lage zu entscheiden. Im Baugebiet „Unter dem Schlossberg“ wurden innerhalb von zwei Jahren 15 Grundstücke verkauft.

21 Baugrundstücke hatte die Stadt Gladenbach 2014 auf ­einer 1,3 Hektar großen Fläche am Fuße des Blankensteins ausgewiesen. Sie haben eine Größe von 341 bis 717 Quadratmeter. Und auch die restlichen sechs Baugrundstücke sind so gut wie vergeben: für eines wird bereits der Kaufvertrag abgewickelt, für fünf weitere liegen der Stadt Anfragen von Interessenten vor.Beliebt ist die Lage nicht nur bei Ortskundigen, sondern auch bei Auswärtigen. Von den bisherigen Häuslebauern stammen sechs aus dem Stadtgebiet, sieben sind Zugezogene.
Parlament legte 2011 Grundstein für Baugebiet

In die Kasse der Stadt flossen zunächst rund 330.000 Euro, ausgezahlt wurde das Geld von der Hessischen Landgesellschaft (HLG) in Gießen, mit der die Stadt einen Erschließungsvertrag abgeschlossen hatte.­ Dieser beinhaltete, dass die HLG sämtliche Kosten für den Grunderwerb und die Erschließung zahlt. Die Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen wurden zunächst bei der HLG verbucht. Bereits im April 2014 war die HLG zuversichtlich, was den Verkauf aller Grundstücke anbelangte.

Gladenbach bleiben noch 200.000 Euro in der Kasse

Dass in exponierter Lage gebaut werden kann, ist der Tatsache geschuldet, dass der Gladenbacher Sportclub (GSC) den an ihn langfristig verpachteten alten Hartplatz am Blankenstein aufgegeben hat. Unterm Strich hat sich der Sportverein damit selbst einen Gefallen getan. Denn im Norden der Stadt – an der Biedenkopfer Straße – ist für den GSC ein Kunstrasenplatz entstanden sowie eine neue Leichtathletik-Anlage für den Turnverein.

Das Stadtparlament hatte 2011 den Grundstein dafür gelegt, dass auf dem alten Sportplatzgelände am Blankenstein eine­ Wohnhaussiedlung entsteht. Damit Gladenbachs Sportler ­eine neue Sportstätte erhalten, hatte die Stadt einen Zuschuss von 320.000 Euro bereitgestellt. Die HLG zahlte zwar nicht wie gehofft 400.000 Euro, aber mit einem Vorschuss in Höhe des Zuschusses für die neue Sportstätte war das Vorhaben finanziell abgesichert.

In dem Vertrag mit der HLG wurde damals festgeschrieben, dass die Stadt bis zum Ende der Vertragslaufzeit (10 Jahre) die nicht verkauften Grundstücke zum festgelegten Preis zurückkaufen muss. Dazu wird es aber aller Voraussicht nach nicht kommen, da auch die nicht verkauften Grundstücke bereits für Interessenten reserviert sind.

Wenn bis 2019 alle noch zur Verfügung stehenden Baugrundstücke verkauft sind und der Straßenendausbau erfolgt ist, verbleiben der Stadt Gladenbach noch 200.000 Euro, die sie als positives Ergebnis verbuchen kann. Somit haben die Stadtverordneten mit Weitsicht das Projekt, das noch aus der Amtszeit Klaus-Dieter Knierims rührt, vorangetrieben.

von Silke Pfeifer-Sternke

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