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Euro und Türkei beschäftigen Schüler

Europaschule in Gladenbach Euro und Türkei beschäftigen Schüler

Mit einem Europatag brachte die Europaschule in Gladenbach ihren Schülern den internationalen Verbund näher. Politiker standen den jungen Menschen Rede und Antwort.

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Aufmerksam hörten die Schüler den Referenten aus Bonn zu und ließen sich über Studium im Ausland und Förderprogramme informieren.

Quelle: Patricia Kutsch

Gladenbach. „Was denken Sie welche Länder in Zukunft der Europäischen Union (EU) beitreten werden?“, fragten Schüler der Gymnasialklassen der Jahrgangsstufe neun am Freitagvormittag.

Die Podiumsgäste – Vertreter von Stadt, Land und Bund – waren sich in dieser Frage ziemlich einig: Die Türkei müsse auf jeden Fall Zypern anerkennen, um beitreten zu dürfen. „Island oder Kroatien sind da näher an einer Aufnahme dran“, meinte Nicola Beer (FDP) , hessische Staatssekretärin für Europa-Angelegenheiten. Der Sozialdemokrat Sören Bartol, Mitglied des Bundestages, empfindet es sogar, so dass die Türkei sich von Beitrittsbemühungen entferne.

Nicht nur die Erweiterung der EU spielte für die Schüler eine Rolle, auch der Euro interessierte die Neuntklässler. Auch darin waren sich die Politiker auf dem Podium ziemlich einig: Der Euro sei stabiler als bei der Einführung. Für ein exportorientiertes Land wie Deutschland sei er sinnvoll und wichtig.

Nachdem die rund 100 Schüler ausgiebig mit den Gästen diskutiert hatten, ging es in kleinere Gesprächsgruppen weiter. Nach Interessenslage konnten die Schüler mit Marcel von Collani von den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) über den Aufruhr in den arabischen Ländern sprechen, sich bei Barbara Weiler (SPD), Mitglied im Europaparlament, über die Wirtschafts- und Finanzkrise informieren oder von dem Gladenbacher Stadtrat Michael Willms einiges über das Engagement von jungen Leuten in der Politik erfahren.

In einer zweiten Gesprächsrunde konnten die Schüler von Vertretern des Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) in Bonn Informationen über Förderprogramme und Stipendien für Jugendliche in Europa oder Praktika und Studium im Ausland erfahren. Über Sprachzertifikate, europaweit anerkannte Studiengänge und das Arbeiten in fremden Ländern informierten die Schüler sich eingehend.

Mit einem Institutionen-Spiel und einem Europaquiz brachte Nelly Fleckhaus ihren jungen Zuhörern die EU spielerisch näher. Sebastian Büchling vom Regierungspräsidium in Gießen informierte über Internetseiten und Literatur zum Thema Europa.

von Patricia Kutsch

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