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Es stehen 620 Kandidaten zur Wahl

Kommunalwahl 2016 Es stehen 620 Kandidaten zur Wahl

Die Kandidaten der Parteien und Wahlgruppierungen stehen seit Freitagabend fest. Die Wahlausschüsse hatten kaum etwas zu monieren.

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Am 6. März sind die Bürger zur Kommunalwahl aufgerufen. Es werden die Kreistage, die kommunalen Vertretungen und die Ortsbeiräte gewählt.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Gladenbach. Die Aufstellungen der Kommunalwahllisten ist für die Parteien Routine. Dennoch kommt es durchaus noch zu Änderungen: Manche Kandidaten ziehen ihre Bewerbung zurück, manchmal stirbt auch einer der Kandidaten in der Zeit von der Nominierung bis zur Sitzung des Wahlausschusses und manchmal ergibt die Prüfung der Unterlagen, dass ein Bewerber zurückgewiesen werden muss.

Das geschah beispielsweise in Lohra, wo die Partei Bündnis 90/Die Grünen eine Spitzenkandidatin aufstellte, die die Wahlvoraussetzungen nicht erfüllte, weil sie noch nicht lang genug in der Gemeinde wohnt.

Andererseits zementiert die am Freitag getroffene Entscheidung der Wahlausschüsse manche bis zum Schluss von den Parteien geheim gehaltene Überraschung. So wird am Donnerstag, dem Tag der Veröffentlichung der Wahllisten, offiziell zu lesen sein, dass der ehemalige Gladenbacher Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim für die Stadtverordnetenversammlung zur Wahl steht - dies nicht für die CDU, sondern für die Freien Wähler (die OP berichtete), auf deren Liste er einen der drei Medaillenplätze einnimmt.

Parteienlandschaft verkleinert sich

Weiterhin dokumentiert die Arbeit der Wahlausschüsse, dass es zur Verkleinerungen der Parteienlandschaft kommt. In Bad Endbach tritt die Unabhängige Bürgerliste (UBL) nicht mehr zur Wahl an. Rolf Herrmann, einer der bisherigen UBL-Kandidaten, begründet dies mit dem Schwund an potenziellen Anwärtern: „Es ist bedauerlicherweise sehr schwer geworden, junge Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern, aber damit haben alle Parteien ein Problem.“ Er selbst tritt nun für die Freie Wählergemeinschaft an.

Auch in Lohra endet eine Ära: Edmund Heinz tritt bei der Kommunalwahl im März nicht mehr für einen Platz in der Lohraer Gemeindevertretung an. Der bisherige Einzelkämpfer der Freien Wähler in der Gemeindevertretung findet keinen Ansporn und keine Kraft mehr, sein Engagement in Lohra fortzuführen. Es sei einfach schwierig, Personen zu finden, die vor allem in kleinen Wählergemeinschaften mitwirken möchten.

Zwar sei er von anderen Wählergruppen angefragt worden, er habe jedoch abgelehnt: „Ich habe die Nase voll von der Politik hier.“ Mehrmals habe er auf Missstände aufmerksam gemacht, oftmals hätten seine Einwürfe aber kein Gehör gefunden. Sein politisches Interesse will er nun im Kreistag einbringen, wofür er auf der Liste der Freien Wähler kandidiert.

Kommunen, Parteien, Kandidaten

Diese Parteien und Wahlgruppierungen treten mit der aufgeführten Anzahl an Kandi­daten und Kandidatinnen zur Kommunalwahl in den Hinterländer Gemeinden und Städten sowie in Lohra an.

Angelburg: CDU 23, SPD 20, BGL/FWG 15.

Bad Endbach: CDU 18, SPD 21, FWG 10.

Biedenkopf: CDU 26, SPD 30, FDP 13, BB 23, UBL 11.

Breidenbach: CDU 29, SPD 19, BL 18.

Dautphetal: CDU 25, SPD 25, FW 23.

Gladenbach: CDU 51, SPD 37, Junge Liste/Bündnis 90/Die Grünen 14, Freie Wähler 20.

Steffenberg: CDU 13, SPD 21, BLS 22

Lohra: CDU 22, SPD 23, Grüne 17, BfB 31.

von Joshua Müller und Gianfranco Fain

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