Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
„Es muss in Hartenrod einen Kümmerer geben“

Bundestverdienstorden „Es muss in Hartenrod einen Kümmerer geben“

Für seinen langwährenden ehrenamtlichen Einsatz für die Allgemeinheit erhielt der Hartenroder die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik.

Voriger Artikel
Sensationsfund im Kirchengebälk
Nächster Artikel
Genetischer Zwilling ist gefunden

Als Landrätin Kirsten Fründt Willi Arnold den Bundesverdienstorden ans Revers heftet, schaut Finanzminister Dr. Thomas ­Schäfer zu

Quelle: Heiko Krause

Hartenrod. Für seine herausragenden Verdienste um die Allgemeinheit erhielt Willi Arnold aus dem Bad Endbacher Ortsteil Hartenrod als Auszeichnung den Bundesverdienstorden. Landrätin Kirsten Fründt verwies während der Feierstunde in der Kreisverwaltung darauf, dass Arnold, wie so viele für ihr ehrenamtliches Engagement Geehrte, aus dem Mannschaftssport komme, somit offensichtlich vom Teamgeist geprägt sei und gut mit anderen zusammenarbeite. „Aber es braucht immer einen, der das Heft in die Hand nimmt und etwas voranbringt“, hob die Landrätin hervor. Und dafür sei Willi Arnold ein herausragendes Beispiel.

In vielen Bereichen habe er sich ausgezeichnet, sei es in der Kommunalpolitik als Ortsvorsteher und Gemeindevertreter, im Sport oder im kulturellen und sozialen Bereich, sagte Fründt. Unter anderem hätte Hartenrod sicher nicht einen so lebendigen Mittelpunkt, wenn es Willi Arnold nicht gebe. Besonders gelungen sei die Kulturscheune, für die er maßgeblich verantwortlich sei.

Angesichts seiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit, so die Landrätin, habe Willi Arnold, die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik für das Ehrenamt vergeben kann, mehr als verdient.

Der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer freute sich, den Termin doch wahrnehmen zu können. Technische Schwierigkeiten hätten seinen geplanten Flug nach Berlin, wo er an der Steuerdebatte des Bundestags teilnehmen sollte, verhindert. Schäfer verwies darauf, dass Ehrenamt nicht nur Lob bedeute. Gleichwohl führe Erreichtes immer zu einem hohen Maß an persönlicher Zufriedenheit.

Als besonderes Verdienst Arnolds hob Schäfer den alle zwei Jahre stattfindenden „Nachmittag mit und für Behinderte“ hervor, den der Geehrte 1979 ins Leben rief. Das sei nicht nur eine sehr schöne Veranstaltung, so der Minister, sondern es kämen jedes Mal eine Menge Spenden für gute Zwecke zusammen. Dass Arnold ehrenamtlich weitermache, freue ihn, „denn es muss in Hartenrod einen Kümmerer geben“.

Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer bezeichnete Arnold als seinen politischen Vater. Deshalb verzichtete er auf den Bädertag auf der Ostseeinsel Zingst, diese Ehrung sei ihm zu wichtig, sagte Schäfer.

Zu den zahlreichen Gratulanten gehörten auch die ehemaligen Landräte Robert Fischbach und Dr. Christean Wagner, die Arnolds Hartnäckigkeit lobten, wenn er etwas erreichen wollte. Beide hätten ihn aber auch immer unterstützt, entgegnete dieser. „Mein Hauptdank gilt aber meiner Frau und meiner Familie“, betonte Willi Arnold abschließend. „Meine Enkel wissen schon, wann der Opa da ist, und vor allem wann nicht.“

von Heiko Krause

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr