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Es kracht, qualmt und raucht

Feuerwehrübung Es kracht, qualmt und raucht

Am frühen Morgen in Frohnhausen: Auf der Landesstraße kracht ein Radfahrer in ein Auto, in einer Scheune qualmt es, und in der Schreinerei gibt es eine Verpuffung. Gleich drei Übungsszenarien sind zu bewältigen.

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Zur Rettungsübung auf der Landstraße im Allnatal gehörte auch die Versorgung eines Radfahrers, der mit seinem Zweirad mit einem Pkw kollidiert war. Kleines Foto: Aus einer verqualmten Scheune an der Gaststätte Barth im Ortskern von Frohnhausen „retteten“ Feuerwehrleute eine vermisste Person und bauten die Löschwasserversorgung auf.Fotos: Edgar Meistrell

Quelle: Edgar 102 Meistrell

Frohnhausen. . Die Feuerwehr des Gladenbacher Stadtteils feiert ihr 80-jähriges Bestehen und so kamen die freiwilligen Helfer am vergangenen Sonntag aus allen Ortswehren dorthin zur gemeinsamen Großübung. Um 8.15 Uhr ging es los: Auf der Landesstraße in Richtung Sinkershausen war ein Radfahrer in einen entgegenkommenden Kleinwagen geknallt. Dessen Fahrer hatte noch versucht auszuweichen, landete aber an einem Telefonmasten und wurde dabei ebenso schwer verletzt wie sein Mitfahrer. Dieses Szenario, realistisch geschminkt vom Jugendrotkreuz aus Weidenhausen, fanden die Helfer vor.

Wie bei einem echten Einsatz kam zuerst der Rettungswagen. Auch hier stand der Übungs­charakter im Vordergrund, entsprechend besetzt ­waren an diesem ­Morgen gleich vier Fahrzeuge des Rettungsdienstes Mittelhessen.

Weil aber auch ein großes Aufgebot an Feuerwehrfahrzeugen auf der Landstraße Platz finden musste, war dieser Teil des Weges durch das Allnatal gesperrt.

Neben der Versorgung des am Straßenrand liegenden Radfahrers ging es um die Befreiung der beiden Autoinsassen. Die Türen an dem Kleinwagen waren verklemmt, sodass die Feuerwehren nicht nur die Scheiben zersägen oder einschlagen mussten, sondern es wurden auch Rettungsschere und -spreizer eingesetzt.

Kurze Zeit später wurde eine­ verqualmte Scheune im Innenhof des Fachwerkensembles der Gaststätte Barth in der Sportplatzstraße gemeldet. Dort wurde eine Person vermisst. Neben­ dem Aufbau von Löschwasserleitungen ging es dann auch in der Scheune auf die Suche. Die Arbeit dort gestaltete sich im Kunstnebel recht schwierig. Doch der Verletztendarsteller der Jugendfeuerwehr konnte gerettet werden. Das Löschwasser wurde allerdings nicht auf das betroffene Gebäude, sondern in benachbarte Gärten gespritzt. Das galt auch für die dritte Einsatzstelle. In der Schreinerei Merte am Rothenberg hatte es eine Verpuffung gegeben. Das notwendige Löschwasser wurde aus der schon seit Tagen aufgestauten Allna entnommen und den Berg hinaufgepumpt. Kurz vor dem Ziel wurde an der Kreuzung zum Huteweg die Schlauchleitung dann über eine aus Leitern errichtete Brücke geleitet. Zu den zahlreichen Zuschauern an diesem frühen Sonntagmorgen gehörten auch Gladenbachs Bürgermeister ­Peter Kremer und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Alexander Wagner.

von Edgar Meistrell

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