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Es kommt auf ein gutes Zusammenspiel an

Bottenhorn Es kommt auf ein gutes Zusammenspiel an

Beim Kreisleistungshüten am Sonntag, 16. August, stellen fünf Schäfer unter Beweis, wie gut das Zusammenspiel zwischen ihnen, Hund und Schafherde funktioniert. Zudem gibt es viele weitere Attraktionen für die Besucher.

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Landrat Robert Fischbach (links) informierte sich am Donnerstag bei den Schäfern Manfred Damm (Zweiter von rechts), Winfried Emmerich (rechts) und Rainer Pitzer (Zweiter von links), dem die Herde gehört, über das bevorstehende Kreisleistungshüten.

Quelle: Carina Becker

Bottenhorn. Der heimische Landkreis ist der schafreichste in Hessen. Nach der Viehzählung der Tierseuchenkasse vom Januar 2009 gibt es in Marburg-Biedenkopf 418 Schafhalter mit 17 730 Tieren.

„Für die Schafhaltung bietet unser Landkreis gute Bedingungen“, sagte Landrat Robert Fischbach, der gestern in Bottenhorn die Familie Pitzer besuchte. „Es gibt viele Flächen, die abgeweidet werden können.“

Pitzers halten an die 500 Schafe. Für das Kreisleistungshüten, das auf dem Gelände ihres landwirtschaftlichen Betriebs Am Kapp (Ortsausgang Richtung Steinperf) stattfindet, stellt die Familie einen Teil der Herde, nämlich 200 Tiere, zur Verfügung.

Während des Wettbewerbs, der alljährlich viele Besucher anzieht, stellen die Schäfer ihr Können im Umgang mit eigenen Hunden und fremder Schafherde unter Beweis. Heinrich Elmshäuser, Carmen Wiedemann, Fritz Meurer, Manfred Jauernik und Florian Feußner treten an. Zwei Wertungsrichter werden über ein Punktesystem die Leistungen der Schäfer beurteilen und einen Sieger ermitteln. Das kündigten gestern in Bottenhorn der Kreisschäfermeister Winfried Emmerich und sein Stellvertreter Manfred Damm an. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 16. August, gegen 8 Uhr und dauert bis etwa 16 Uhr.

Gemeinsam mit Norbert Fett, Fachbereich Ländlicher Raum beim Landkreis, bereitete Winfried Emmerich das Kreisleistungshüten vor. „Das Zusammenspiel mit den Hütehunden ist für die Schäfer von größter Wichtigkeit – heute, bei zunehmendem Verkehrsaufkommen, mehr denn je“, erklärte Emmerich. Deshalb seien die Aufgaben, die Schäfer und Tiere beim Wettbewerb bewältigen sollen, normalen Alltagssituationen nachempfunden. „Auf dem Parcours muss der Hund die Schafe nach dem Auspferchen auf einem Weg und über eine Brücke treiben“, nannte er ein Beispiel.

Anlässlich des Kreisleistungshütens richtet die Familie Pitzer auf ihrem Anwesen ein Hoffest aus. Landwirtin Stefanie Pitzer informierte gestern über das Programm.
Neben Pferdereiten auf zwei süddeutschen Kaltblütern plant sie ein Kuhroulette. „Wo setzt die Kuh ihren Haufen ab?“, lautet dabei die entscheidende Frage. Die Zuschauer geben ihren Tipp ab.

Für die Kinder bauen Pitzers eine Strohburg zum Toben auf. Es soll zudem Kinderschminken geben und einen Streichelzoo mit Hasen, Ziegen und Kälbchen. Eine besondere Attraktion wird wohl das zahme Wildschwein sein, das Pitzers im vergangenen Jahr als Frischling zulief und das auf den Namen Rudi hört. Geplant ist auch eine Landmaschinen-Ausstellung und der Verkauf von Schafhalter-Bedarf.

Essen und Trinken – das gehört ebenfalls zum Hoffest dazu. Ein Ziegenkäse-Verkauf ist vorgesehen, zudem gibt-s Steaks und Würstchen, Pommes und Bratkartoffeln, Hausmacher Wurstwaren, Pitzers Bauernhof-Eis und Getränke. Um 10.15 Uhr beginnt auf dem Hof ein evangelischer Gottesdienst mit Pfarrerin Andrea Rink-Rieken, evangelische Kirchengemeinde Bottenhorn. Der Landrat spricht um 11 Uhr ein Grußwort.

von Carina Becker

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