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Erster Tag trifft auf 40 Dienstjahre

Amtsantritt Erster Tag trifft auf 40 Dienstjahre

An seinem ersten Amtstag lernte Gladenbachs neuer Bürgermeister Peter Kremer die Mitarbeiter der Rathausverwaltung bei einer Jubilarsehrung und einer Personalversammlung kennen.

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Die Ehrung von Kassenverwalter Rolf Künkel (links) für seine 40-jährige Dienstzeit war eine der ersten Amtshandlungen von Bürgermeister Peter Kremer an seinem ersten Dienst-Tag.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Im Gladenbacher Rathaus kehrt offensichtlich ein neuer Stil ein. Zu beobachten war das am Mittwoch, als der Neuling im Amt des Bürgermeisters gleich an seinem ersten Arbeitstag einen „alten Hasen“ der Verwaltung ehrte. Peter Kremer versuchte erst gar nicht das Manko des späten Eintritts in die Verwaltung zu vertuschen und beschränkte sich auch nicht auf die sonst übliche Litanei der beruflichen Stationen des zu ehrenden Kleingladenbachers. Vielmehr ging Kremer mit Rolf Künkel einen Dialog ein, ließ sich von dem 56-Jährigen erzählen, wie er 1988 aus Breidenbach zur Gladenbacher Stadtverwaltung kam und seitdem hier als Kassenverwalter tätig ist.

Mehr als die Hälfte seiner 40-jährigen Dienstzeit, die in den 1970er Jahren mit der Ausbildung im Finanzamt Biedenkopf begann, wirkte Künkel in Gladenbach: „Eine tolle Leistung. Wir konnten 26 Jahre auf ihre Dienste bauen“, sagte Kremer und verband das „Dankeschön für die Arbeit“ gleich mit der Hoffnung, „dass es so weiter geht“. Anschließend übergab Kremer die Urkunden des Landes und der Stadt Gladenbach sowie Geschenke, reichte die Getränke und bezog Ordnungsamtsleiter Günter Becker, Personalratsvorsitzende Petra Schneider, die Frauenbeauftragte Anke Barth sowie Hauptamtsleiter Matthias Becker in das zwanglose Gespräch ein.

Schutzschirmkommission tagt in erster Monatshälfte

Zum Stand der Genehmigung des Haushaltsplan 2014 erklärte Kremer, dass die angeforderten Ist-Zahlen jetzt wohl dem Regierungspräsidium (RP) Gießen vorliegen. Allerdings würden die Erläuterungen sowie der halbjährliche Schutzschirmbericht noch nachgereicht. Zur Einberufung der städtischen Schutzschirmkommission hat Kremer den 8. Oktober im Visier, wenn eine Sitzung des Bau- und Planungsausschusses stattfindet. Sollte die Zusammenkunft am Mittwoch nicht möglich sein, könnte sie auch ein, zwei Tage später stattfinden. „Auf jeden Fall noch in der ersten Monatshälfte“, stellt Kremer klar, also vor der Stadtverordnetensitzung am 30. Oktober.

Der Schutzschirmkommission soll nach längerer Tagungspause die Finanz-Situation der Stadt Gladenbach dargelegt werden. Wie es darum steht, ist weder den Magistratsmitgliedern noch den Stadtverordneten bekannt. Die erfuhren erst während der Sitzung in der vorigen Woche, dass der Haushalt vom RP noch nicht genehmigt ist, weil besagte Unterlagen fehlen, und reagierten empört durch die offenbar vom ehemaligen Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim nicht zeitnah mitgeteilte Bemängelung der Aufsichtsbehörde vom 6. August.

Die Stadt Gladenbach hat den finanziellen Schutzschirm des Landes Hessen in Anspruch genommen. Das bedeutet, dass das Land Hessen die Tilgung kommunaler Darlehen übernimmt, im Gegenzug sich die Kommune aber verpflichtet, vereinbarte Konsolidierungsziele und Wege zum Haushaltsausgleich einzuhalten. Gelingt dies bis 2020 in drei aufeinander folgenden Jahren nicht, muss Gladenbach dem Land das übernommene Geld wieder zurückzahlen. Schon der Haushalt 2013 war entgegen der Planung defizitär.

von Gianfranco Fain

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