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Erschöpft, aber glücklich das Ziel erreicht

Wandermarathon Erschöpft, aber glücklich das Ziel erreicht

Der 21. Bad Endbacher Wandermarathon hat gestern 900 Teilnehmer auf die Strecke gelockt. Rund 300 davon liefen die gesamte Marathonstrecke von Marburg bis nach Bad Endbach mit.

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Silhouetten dreier Teilnehmer des Wandermarathons zeichnen sich in der Nähe von Bortshausen ab.

Quelle: Florian Gaertner

Bad Endbach. Tatsächlich war es sogar noch ein guter Kilometer mehr, wie Streckenplaner Andreas Müller zu Beginn zugab. „Denn wir haben noch nie einen so leichten Wandermarathon gehabt, was die Höhenmeter angeht“, betonte er. Rund 840 Höhenmeter bergauf und 710 Meter bergab galt es zu überwinden. Dafür falle dann halt die Strecke ein paarhundert Meter länger aus, so Müller.

Er selbst lief allerdings nicht mit, sondern fuhr dem Feld mit dem Fahrrad voraus. „Leider wurden wieder einige Schilder abgerissen und die muss ich jetzt neu aufhängen“, erklärte er. Eine weitere Premiere gab es am Start am Landratsamt in Marburg. Trotz der frühen Uhrzeit – die ersten Wanderer waren schon vor 7 Uhr auf die Strecke gegangen – hatte es sich Landrätin Kirsten Fründt (SPD) nicht nehmen lassen, der Schar persönlich einen guten Verlauf zu wünschen, auf dass „sie unseren wunderschönen Landkreis zu Fuß erkunden.“

Lob für Organisation und Planung

Sie sei beeindruckt, wie viele Menschen schon so früh aufstehen, um sich an einem Sonntag sportlich zu betätigen, fügte sie hinzu.

 Ein Stück weit trägt dazu auch das Internet bei, stellte Stefan Ziegler, Leiter der Endbacher Tourist-Info, fest.

„Als auf den Wetterportalen die Prognose für Sonntag veröffentlicht wurde, sind die Anmeldungen sofort angestiegen“, bestätigte er. Denn auch wenn es über weite Teile der Strecke neblig war, blieb es doch trocken. „Perfektes Wanderwetter“, kommentierte denn auch Gerhard Seemann aus Elnhausen die Voraussetzungen: Nicht so heiß, als dass man übermäßig schwitzen würde, aber auch nicht so kalt, als dass man frieren müsste. „Wir sind auch schon sechs Stunden im Regen gelaufen oder im Schnee auf dem Kahlen Asten gestartet“, erinnerte sich Seemann. Das eigentliche Geheimnis hinter dem Erfolg des Endbacher Wandermarathons brachte aber Jens Pichinot auf den Punkt, der schon seit 15 Jahren mitläuft. Es gebe kaum eine andere Veranstaltung, die derart gut organisiert und geplant sei, lobt er Andreas Müller und das Team der Landschaftsführer. Ob es Streckenführung, die Ausschilderung oder die Teams an den Verpflegungsstationen seien – alles sei top organisiert, so Pichinot.

Drei Raststationen

Dreimal konnten die Teilnehmer der großen Marathonstrecke unterwegs rasten: In Wolfshausen, in Seelbach sowie in Fronhausen, wo sich ihnen die Läufer des Halbmarathons anschlossen. An diesen Stationen sorgten etliche Helfer dafür, dass sich die Wanderer stärken konnten – mit kalten und warmen Getränken und auch mit Obst und Kohlenhydraten in Form von Kuchen und Müsliriegeln, um die Muskeln auch für den Rest der Strecke fit zu halten.

Am frühen Nachmittag liefen bereits die ersten Teilnehmer der Spitzengruppe im Kur-, Sport- und Freizeitzentrum ein, wo sie sich unter der Dusche erfrischen, in trockene Klamotten schlüpfen und dem Spiel des Musikvereins lauschen konnten. Später wurden hier auch der älteste und jüngste Wanderer geehrt (Bericht folgt).

von Sascha Valentin

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