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Erntehelfer bereiten Kürbismarkt vor

Obst- und Gartenbauverein Erntehelfer bereiten Kürbismarkt vor

Am Samstag, 26. September, richtet der Obst- und Gartenbauverein Bellnhausen seinen traditionellen Kürbismarkt rund um den Gladenbacher Marktbrunnen aus.

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Daniel Drösch verlädt die Kürbisse auf den Anhänger, der sich sehr schnell füllt.

Quelle: Ingrid Lang

Bellnhausen. Für Unterhaltung während des Marktgeschehens sorgen die Kürbismusikanten. Eine reiche Ernte an Speise- und Zierkürbissen fuhren die 22 Helfer vom Obst- und Gartenbauverein dieser Tage ein. Bevor jedoch die vielen Kürbisse geerntet werden konnten, stand für Hilde Drösch viel Arbeit an. Sie säte im Frühjahr Samen von 50 verschiedenen Kürbissorten in kleine Töpfe aus und achtete darauf, dass sie im Keller keimten. Nach ein paar Wochen wurden die Setzlinge ins Freie unter einen Folientunnel gestellt, um sie vor Frost zu schützen.

Während der Trockenperiode gossen Hilde und Paul Drösch die Pflänzchen. Ende Mai setzten Helfer die Kürbispflanzen dann auf den Acker. Jede Menge Früchte brachte der warme Sommer hervor. Am Erntetag hatte Brigitte Kurz die Kürbisse bereits am frühen Morgen von ihrem Stiel befreit, sodass die Erntehelfer mit dem Säubern begannen.

Anschließend wurden die großen Früchte auf die Traktoranhänger und die Zierkürbisse in Kisten verpackt, aufgeladen und auf den Hof von Dröschs transportiert. Dort wurden sie nach Sorten und Größen sortiert, bevor sie als Dekorationen oder Naschwerk auf dem Kürbismarkt angeboten werden.

Außer den zahlreichen Zierkürbissen, Halloween-Kürbissen, Hokkaido, Butternut, Bischofsmütze und Spagetti gab es auch wieder etliche Flaschenkürbisse von denen einige getrocknet, ausgehöhlt und dann in Musikinstrumente verwandelt werden. Einige Kürbisse sind mit Schriftzügen wie „Alles Gute“, „Erntedank“ oder „Viel Glück“ versehen.

Begeistert von den vielen Kürbissen auf dem Acker zeigte sich der zwölfjährige Victor aus Mexiko, der seine Ferien bei seiner Oma Liane Weigel (kleines Foto: Ingrid Lang) verbringt. Dass es solche Mengen und so viele verschiedene Sorten gibt, erfuhr der junge Mexikaner während der Ernte. Handyfotos hat er sogleich an seine Mutter in Mexiko weitergeleitet. Bereits beim Marmelade­kochen vor zwei Wochen war Victor dabei und hat fleißig die Dekodeckchen für die gefüllten Gläser geschnitten. Außerdem durfte er die fertige Marmelade, die als Brotaufstrich verwendet wird, kosten.

Knapp 300 Gläser Kürbismarmelade in drei Geschmacksrichtungen haben die Frauen vom Obst- und Gartenbauverein zubereitet. Sie entstand aus gut 60 Kilogramm Kürbissen, die von Paul Drösch, Helmut Holzinger, Rudi Schneider, Daniel Drösch und Wilhelm Schmidt gewaschen, zerteilt, in Stücke geschnitten und dann im großen Fleischwolf gemahlen wurden.

Für die Kürbismarmelade wurden Äpfel geschält und gerieben, Zitronen und Orangen abgewaschen, die Schale abgerieben und der Saft ausgepresst. Das Kürbismus wurde abgewogen und mit Gelierzucker aufgekocht und dann kamen die Zutaten hinzu. Anschließend wurde das Mus noch einmal mit dem Stabmixer verrührt und kurz aufgekocht und dann abgefüllt.

Mit einem Etikett sind die Sorten Apfel-Zimt, Ingwer und Orange mit Cointreau gekennzeichnet. Auf dem Kürbismarkt gibt es außer diesen Marmeladensorten noch einen Kürbisbrotaufstrich und eine herzhafte Zwiebel-Kürbiskonfitüre. In dieser Woche werden noch Gestecke angefertigt und einen Tag vor dem Markt wird Kürbissuppe gekocht.

von Ingrid Lang

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