Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Ermittlungen zur Ursache dauern an

Brand in Gladenbach Ermittlungen zur Ursache dauern an

Die Ermittlung der Ursache des Brandes im Keller des Reschnyhauses in Gladenbach gestaltet sich schwieriger als erwartet. Nun werden Spezialisten des Landeskriminalamtes hinzugezogen.

Voriger Artikel
Gefahr gilt als niedrig
Nächster Artikel
Schnee und Anrufe blockieren Müllverband

Die am Mittwoch eingesetzten Feuerwehrleute hatten mehr mit der Qualm- als mit der Brandbekämpfung zu tun. Als sie den Brandherd im dunklen, verrauchten Lager-Keller des Marktes gefunden hatten, war das Feuer im Nu gelöscht.

Quelle: Michael Hoffsteter

Gladenbach. Experten der Kripo nahmen am Mittwoch intensiv den Brandherd im Keller des Reschny-Gebäudes unter die Lupe, um die Ursache des Feuers zu ermitteln, das infolge der starken Rauchentwicklung hohen Schaden verursacht hat.

„Die Kollegen haben Unterstützung vom Landeskriminalamt (LKA) angefordert“, sagte am Mittwochnachmittag Marburgs Polizeisprecher Martin Ahlich.
Klaus Reschny von der Firma Reschny geht davon aus, dass die Spezialisten aus Wiesbaden vor Montag ihre Arbeit nicht aufnehmen können. Bis dahin bleibt das Areal um den Brandherd im Keller gesperrt. Geschlossen bleiben der durch den schwarzen Rauch stark in Mitleidenschaft gezogene Rewe-Markt und der angrenzende TV-Markt Reschny sowie das Möbellager im Keller.
„Insgesamt mussten wir am Mittwoch zehn Leute nach Hause schicken“, erinnert er.

Ein Teil davon sei inzwischen im Markt für Möbel, Teppiche und Accessoires (MTA) in der Industriestraße 11 tätig, der vorläufig nicht wie bisher nur an zwei Tagen, sondern nun die ganze Woche über geöffnet habe. „Lebensmittelchemiker haben sowohl bei uns als auch bei Rewe Proben genommen“, berichtete Klaus Reschny und erklärte, das die Läden eigentlich nicht betreten werden dürften, bis das Untersuchungsergebnis vorliege.

Die genaue Schadenshöhe sei noch nicht bekannt, berichtete am Mittwoch Andreas Krämer von der Rewe-Gruppe auf Anfrage der OP. Die gesamte Elektrik des Marktes sei zerstört und auch das Gebäude beschädigt.

Der Brand entstand dem Vernehmen nach nicht in einem Stromverteilerkasten, sondern in dessen Nähe. Doch auch dort verlaufen elektrische Leitungen. Verbrannt, beziehungsweise verschmort ist jedenfalls auch ein in der Nähe gelagerter Stapel Kunststoffboxen. Trotz des Einsatzes von Be- und Entlüftern dauerte es am Mittwoch mehr als zwei Stunden bis der Brandherd gefunden und das Feuer gelöscht war.
Beißender, schwarzer Qualm bahnte sich durch Kabel- und Leitungsschächte seinen Weg in die Geschäftsräume im Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftskomplexes.

von Hartmut Berge

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP und schon am Donnerstagabend auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Gladenbach

Das endgültige Ergebnis der Ermittlungen stehe zwar noch nicht fest, aber nach dem bisherigen Stand sei davon auszugehen, dass ein schwerwiegender technischer Defekt in der Stromversorgung den Brand am Dienstag vergangener Woche im Keller des Reschnyhauses auslöste.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr