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Erinnerungsarbeit ist heute wichtiger denn je

Pogromnacht Erinnerungsarbeit ist heute wichtiger denn je

Gestern fand in Lohra eine Gedenkfeier zur Reichspogromnacht statt. Eingeladen hatte der Arbeitskreis für Menschenrechte und Menschenwürde um seine Vorsitzende Elfriede Köhler.

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In Lohra gedachten Bürger der Schrecken der Pogromnacht.

Quelle: Foto: Ingrid Lang

Lohra. Mitgestaltet wurde die Feier von Posaunenbläsern der Evangelischen Kirchengemeinde Lohra. Köhler begrüßte die rund 30 Gäste und erinnerte daran, dass es auch heute noch schwere Flüchtlingsschicksale gebe. Die Gedanken gingen aber auch immer wieder zurück in die Zeit vor mehr als 70 Jahren, als unzählige Menschen getötet wurden.

Deshalb möchte der Arbeitskreis jedes Jahr erneut daran erinnern, damit ein solches Leid nicht wieder geschieht. Kreistagvorsitzender Detlef Ruffert betonte, es sei wichtig, dass der Arbeitskreis solche Erinnerungsarbeit leiste. „In der Zukunft darf es keine braunen Zonen geben“, sagte er.

Dr. Amnon Orbach spricht ein Gebet

Ruffert las zum Ende seiner Rede einen Liedtext der „Toten Hosen“, das den Titel trägt „Willkommen in Deutschland“ und wo es heißt: „Es ist auch dein Land“. Ebenfalls an die Folgen der Reichspogromnacht erinnerte Dr. Rüdiger Nierwettberg von der Katholischen Kirchengemeinde, der anschließend auch das Gebet des Vorsitzenden Dr. Amnon Orbach, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Marburg, übersetzte. Dr. Orbach gedachte in seinem Gebet auf Hebräisch der Seelen der verstorbenen Juden, die in Lagern wie Auschwitz getötet wurden.

Nach der Feierstunde begaben sich die Teilnehmer zum stillen Gedenken zur Gedenkstätte auf dem Friedhof, die mit Lichtern erhellt wurde und wo Köhler bereits ein Ge­steck niedergelegt hatte.

von Ingrid Lang

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