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Entdecker-Eule fliegt durch die Musikwelt

Musicalgruppe der Hinterlandschule Entdecker-Eule fliegt durch die Musikwelt

Mit großem Engagement und in bunten Kostümen begeisterten junge 
Akteure aus dem dritten und vierten Schuljahr in drei Vorstellungen die
Zuschauer in der Kleinsporthalle

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Die Eule (Amy Szabo) geht auf Entdeckungsreise und trifft auf den Punk-Kater (Justin Six).

Quelle: privat

Breidenbach. Ein Jahr Vorbereitung hat es gebraucht, bevor die Musicalgruppe der Hinterlandschule am Standort Breidenbach unter der Leitung von Alexandra Hesse und Julija Hofmann das Musical „Eule findet den Beat“ aufführte. Die Schüler spielten die Abendvorstellungen vor einem „ausverkauften Haus“ – vor Mitschülern aus den anderen Klassen und Schulen mit ihren Lehrern, Kindern aus dem Kindergarten und Familienangehörigen.

Die Eule, ein echter Musiklaie, wird von Amy Szabo in Szene gesetzt. Sie lebt in einem kleinen Wald am Rande der Stadt. Die Eule kann sich gar nicht vorstellen, wie unermesslich groß und vielfältig die Welt ist. Als sie eines frühen Abends durch eine wunderschöne Melodie geweckt wird, folgt sie dieser neugierig und steht damit am Beginn einer zauberhaften musikalischen Reise.

Eingebunden in eine aufregende Geschichte, vorgetragen von Laura Wagner, begegnet die Eule acht Tieren. Von der Pop-Fliege (Finja Henkel) lernt sie, was 
einen richtigen Pop-Hit ausmacht und warum man diesen Ohrwurm nicht so schnell vergisst. Von wegen Kellerasseln, gespielt von Salome Pap und Paula Zeizinger, hocken nur unter Steinen. Jedenfalls nicht, wenn sie in einem Jazzkeller wohnen. Als Bewohner eines Musikclubs sind sie zu wahren Liebhabern und Kennern des Jazz geworden. Die Eule lässt sich anstecken und lernt zu swingen und grooven.

Ballerina im schwarzen Tutu

Wo würde ein passionierter Maulwurf-Altrocker, gespielt von Niklas Burhart, wohl am liebsten seinen Hügel aufwerfen? Auf dem Gelände eines Festivals zwischen bunten Zelten rocken er und Eule zum Song der nächsten Band. Spätestens da versteht Eule, dass Rockmusik bestimmt nichts mit Röcken zu tun hat.

Im Kleiderfundus einer Oper lernt Eule eine aufgeregte Motte kennen, die auf diese schnöde Bezeichnung jedoch empfindlich reagiert: als Ballerina in schwarzem Tutu erzählt sie der Eule voll Pathos, was so bezaubernd an der Oper sei und warum ihr Leben ohne diese Musik überhaupt keinen Sinn machen würde. Diese Rolle ist Amira Schäffer auf den Leib zugeschnitten.

Fell putzen, schmusen, schlafen? Alles „blöd“ und „langweilig“ – das findet zumindest der bunt gefleckte Punk-Kater, der im Garten seines Besitzers mächtig für Unruhe sorgt. Es dauert eine Weile, bis die 
Eule begreift, was Punker eigentlich mögen und dass Punk-Musik nicht eben leise und friedlich klingt. Einen überzeugenden Auftritt legte dabei Justin Six als Punker hin.

Wenn schon Jamaika, dann doch zumindest ein Beachclub mit der richtigen Musik. Mit dem Reggae-Sound lässt es sich auch auf einer Plastikpalme entspannt leben. Das findet der gechillte Reggae-Papagei, der die Eule als „Bruder“ tituliert und ihr erklärt, was seine Lieblingsmusik so besonders ausmacht. Adrian Petrovic verkörperte mit Witz seine Szene.

Szenenapplaus 
für Choreografien

Die fetten Beats des Hip-Hops ist die ganze Welt der Superflash-Ratte (Nele Michel). Dauerreimend und wild gestikulierend verbringt sie ihre Tage auf der Straße. Als Hip-Hop-Künstler präsentiert die Ratte auch ein Demo-Tape, welches sie der Eule stolz präsentiert. Dabei bietet die von Julija Hofmann geleitete Tanz-AG eine gelungene Einlage zur Unterstützung der Künstlerin und Untermalung des Auftritts.

Die Ruhe des Waldes ist zwar schön und gut, aber auf Dauer einfach nichts für die aufgedrehte, nachtschwärmerische Fledermaus (Marie Pfister). Ein Elektro-Bunker am Rande der Stadt entspricht da schon eher ihrem Naturell: „Pa-pa-pa-Paarty!“, heißt es, wenn die Beats des Elektro erklingen und die flackernden Lichter den Nachthimmel erleuchten. Hierzu boten Angelina Golyschkin und Ida Reisz mit ihrer eigens auf den Elektrosong zusammengestellten Turnchoreografie ein besonderes Highlight, welches zu Recht die Zuhörerschar zu Szenenapplaus animierte.

Abwechslungsreiche Lieder gesungen und gerappt von weiteren Solisten (Alisha Blenn, Angelina Golyschkin, Vanessa Körber, Celine Meinecke, Nele Michel, Paula Schneider, Kyra Szabo, Lara Vidakovics) und dem Chor (Yasmin Bchina, Darijan Dzemailowski, Philipp Koszo, Ebba Müller, Ida Reisz, Rabea und Larina Riess, Yasmin, Lea Pfister, Elina Scherer, Finn Schäfer) halfen den Tieren, der Eule die verschiedenen Musikrichtungen genauer zu erläutern und sie dafür zu begeistern.

von unseren Redakteuren

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