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Energiefresser sollen verschwinden

Bau- und Planungsausschuss Energiefresser sollen verschwinden

Heiß diskutiert wurde 
im Bau- und Planungsausschuss Gladenbach über die Verwendung der Mittel aus dem Kommunal­investitionsprogramm 
des Bundes. Mehr als 
eine Million Euro gilt es zu verteilen.

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Die geplante energetische Sanierung des „Haus des Gastes“ könnte über das Kommunalinvesti­tionsprogramm des Bundes realisiert werden.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht eine Investition von 46.000 Euro in den Waldkindergarten Weidenhausen. Die in den Haushalt 2016 eingestellten 20.000 Euro sind mit Blick auf das Förderprogramm gestrichen worden. Nun wurde dieser Betrag um 26.000 Euro erhöht, weil laut Bürgermeister Peter Kremer zum Schutz vor Hitze, Kälte und Regen ein etwa 40 Quadratmeter großes Holzhaus errichtet werden soll, das von einer Firma aufgestellt werden muss. „Wir können nicht was ganz Kleines hinstellen, wenn dort 20 Kinder Platz finden sollen“, sagte Kremer.

Den größten Batzen Geld verschlingt die notwendige Sanierung des „Haus des Gastes“, das auf dem nächsten Platz auf der Prioritätenliste rangiert. Für eine energetische Sanierung sind 470.000 Euro vorgesehen, für die Installierung einer energiesparenden Beleuchtung sind weitere 80.000 Euro geplant und für die Sanierung des Daches sind noch einmal 310.000 Euro kalkuliert. In der Summe sind das 860.000 Euro. „Das Einsparpotenzial ist hier am größten“, sagte Kremer.

Dorfgemeinschaftshaus Runzhausen steht auf der Prioritätenliste

Robby Jahnke (SPD) hält es für wichtig, dass die Stadt mit der Sanierung des Gemeinschaftshauses eine Vorbildfunktion übernimmt. Am Ende zahle sich die Investition durch die Kostensenkung aus. Edmund Zimmermann (Bündnis 90  / Die Grünen) erinnerte an das vor Jahren aufgestellte Klimakonzept, das die Sanierung des „Haus des Gastes“ mit hoher Priorität eingestuft hatte. „Aber es wurde auf die lange Bank geschoben“, sagte er. Auch er geht davon aus, dass die Investition in das Haus am nachhaltigsten ist.

Als wichtig stuften die Stadtverordneten zudem die Sanierung der Heizung im Dorfgemeinschaftshaus in Runzhausen ein. Bauamtsleiter Ulrich Weber erklärte, dass dringender Handlungsbedarf besteht, da die Heizung des Öfteren ausfällt. Auch das Dorfgemeinschaftshaus in Runzhausen steht auf der Prioritätenliste, damit die letzte noch fehlende Seitenwand auch energetisch saniert wird. Dafür sind Kosten von rund 10.000 Euro kalkuliert. Auch die Sanierung des Daches des Dorfgemeinschaftshauses in Erdhausen hält der Ausschuss für wünschenswert.

Nach der Prüfung der Förderobjekte sind aber auch Wünsche gestrichen worden: zum Beispiel der barrierefreie Zugang zum Haus des Gastes, die Planungskosten für barrierefreie Bushaltestellen sowie der Salzböderadweg bei Mornshausen.

In der Summe steht der Stadt Gladenbach laut dem Bescheid der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen ein Bundeszuschuss von 986.269 Euro und ein Rahmendarlehen zur Kofinanzierung der Bundeszuschüsse in Höhe von 110.000 Euro zu. Bereits in der Stadtverordnetenversammlung am 17. Dezember 2015 wurde der Rahmendarlehensvertrag für das Abrufen der Bundesmittel beschlossen. Die nun aufgestellte Prioritätenliste segneten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses bei einer Gegenstimme ab.

von Silke Pfeifer-Sternke

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