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"Elvis" rockt Gladenbach

27. Brunnenmarkt "Elvis" rockt Gladenbach

Der 27. Brunnenmarkt zog am Sonntag wieder viele Besucher in die Gladenbacher Innenstadt, die sich an dem vielfältigen Angebot der Händler, Geschäfte und Vereine erfreuten.

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Gladenbach. Gestrickte Schals, Rollkragenpullover, bunt gemusterte Leggins und T-Shirts mit dem Namen der Lieblingsrockband oder Musikgrößen wie Elvis Presley und Bob Marley hängen neben Geschirrtüchern, Bettwäsche und Staubsauger-Ersatzteilen.

Das Warenangebot am Eingang des Brunnenmarkts aus Richtung Erdhausen kommend ist recht abwechslungsreich. Je weiter man jedoch in das Herz des Marktes vordringt, desto individueller werden diese Angebote und desto bunter wird das Programm der Geschäfts- und Restaurantbesitzer sowie der Vereine aus der Kernstadt und ihren Stadtteilen.

An einem kleinen Tisch mit Sonnenschirm verkauft Uwe Volk Honig, „Kochkees“ und „Handkees“. Honig und „Kochkees“ stammen aus eigener Produktion. Zwanzig Bienenvölker sorgen dafür, dass Volk seinen Honig bereits seit rund 15 Jahren auf dem Brunnenmarkt in Gladenbach anbieten kann: „Ich nutze den Brunnenmarkt, um meinen Bekanntheitsgrad zu steigern“, erzählt Volk und fügt hinzu: „Normalerweise biete ich meine Produkte auf dem Wochenmarkt in Gladenbach an. Hier werden die Besucher auf uns aufmerksam und ich gewinne jedes Jahr mindestens ein bis zwei neue Stammkunden dazu.“ Gegenüber von Volks Honigstand befindet sich der Gewürzstand von Ursula Maaß. Knoblauch, Curry, Pfeffer, Muskat, Zimt und viele weitere Gewürze und Gewürzmischungen ergeben gemeinsam einen angenehmen intensiven Geruch, der die Besucher magisch anzuziehen scheint.

Geschäfte ergänzen das Angebot der Aussteller

„Wir haben in diesem Jahr 150 Aussteller, die ihre eigenen Waren anbieten“, sagt Axel Baum, Vorsitzender des Gewerbevereins Gladenbach und ergänzt: „Hinzu kommen die Angebote von den einzelnen Geschäften und Vereinen. Jeder bemüht sich und denkt sich etwas aus, um den Besuchern ein besonderes Erlebnis zu bieten.“ Wenn es nach den Gästen geht, scheinen die Verantwortlichen des Brunnenmarkts alles richtig gemacht zu haben.

„Schon bei der Begrüßung um 11 Uhr war es sehr voll und es scheint, als hätten viele ihr Mittagessen nach Gladenbach verlegt“, stellt Baum mit Blick auf die voll besetzten Tische vor den Restaurants in der Innenstadt zufrieden fest. Während sich die kleineren Besucher nach dem Mittagessen auf den beiden Kinder-Karussells oder bei der Fahrt auf der kohlenbefeuerten Mini-Dampflok vergnügen, zieht es die Erwachsenen und Jugendlichen unter anderem zu dem Angebot von „blackymotion“. Hier fahren sie mit dem neuartigen Transportmittel „Segway“ auf einem extra für diesen Zweck aufgebauten Parcours auf einem Privatgelände. „Das ist einfach nur ‚Hammer‘ und macht total viel Spaß“, sagt Jan Nicolai Runkel begeistert, nachdem er von dem Segway abgestiegen und zurück zu seinen Eltern gelaufen ist. Sein Freund, Leon Häuser, ergänzt, mit hoffungsvollem Blick in die Richtung seiner Mutter: „So etwas will ich auch haben!“. Dass Nicolai und Leon mit den Segways fahren durften, ist nicht selbstverständlich, denn diese Fahrzeuge können auf bis zu 20 Kilometer pro Stunde beschleunigt werden.

Deshalb ist das Fahren dieser Transportmittel im öffentlichen Straßenverkehr nur mit Mofa-Führerschein erlaubt. Ein weiterer Besuchermagnet ist der Stand der Damengymnastikgruppe aus Frohnhausen. In zwei Schichten haben die Frauen am Samstag 95 Brote im Backhaus gebacken. „Wir haben die Brote ganz traditionell und ohne die Hilfe von irgendwelchen Geräten gebacken. Zuerst den Sauerteig aufsetzen, dann den Teig zubereiten, die Brote formen, das Backhaus vorheizen, die Brote hineinschieben, zwischendurch mit Salzwasser bepinseln und immer wieder ruhen lassen“, berichtet Elisabeth Burk, Vorstandsmitglied der Damengymnastikgruppe.

Die Arbeit hat sich gelohnt, denn bereits eineinhalb Stunden nach Beginn des Markts haben die Frauen bereits etwa die Hälfte ihrer Brotlaibe verkauft. „Wir haben sogar schon eine Einladung für die Veranstaltung „Einkaufen bei Kerzenschein am ersten Dezember erhalten“, sagt Elisabeth Burk lachend.

von Salomé Weber

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