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Elfriede Köhler will dem Parlament vorturnen

Stressabbau Elfriede Köhler will dem Parlament vorturnen

Die Ortsvorsteherin ist begeistert von dem Projekt des Landkreises „Gesund altern“, für das Lohra als Modellgemeinde ist. Köhler findet, dass auch die Gemeindevertreter während ihrer Sitzungen Lockerungsübungen machen können, was sich auf die oftmals hitzigen Debatten entspannend auswirken würde.

Lohra. Während der Ortsbeiratssitzung am Donnerstag stellte Bürgermeister Georg Gaul den Nachtragshaushalt 2012 der Gemeinde vor. Im Ergebnis habe sich der Betrag lediglich um 1400 Euro erhöht, aber intern habe sich doch einiges geändert, erklärte Gaul das Zahlenwerk. Unter anderem durch den Erwerb eines Grundstücks am neuen Altenheim zum Bau einer Löschwasserzisterne, die Fluchttreppe für das Bürgerhaus Lohra, Leerrohre für Breitbandkabel in der Ortsdurchfahrt Lohra und 15000 Euro für das beginnende Ausschreibungs- und Planungsverfahren für die zentrale Busumsteige-Haltestelle.

Gaul berichtete auch über das Anliegergespräch für den zweiten Abschnitt des Gehwegeausbaus in der Ortsdurchfahrt, der Gladenbacher Straße. Das Gespräch sei in sachlicher Atmosphäre verlaufen, sagte Gaul.

Heinrich Bastian und Wolfgang Kühnel vom Vorstand des Partnerschaftsvereins seien zu Gast beim Gemeindevorstand gewesen, berichtete Gaul. Ihr Wunsch sei, dass sich die politischen Mandatsträger an den Aktivitäten des Partnerschaftsvereins sowohl bei den offiziellen Veranstaltungen besser beteiligen, und auch wenn es darum geht, Gäste in ihre Häuser aufzunehmen. Nächstes Jahr erwartet der Verein voraussichtlich 45 Besucher sowie eine Schulklasse aus der polnischen Partnergemeinde. Er wolle das Thema bei der Sitzung der Gemeindevertretung ansprechen, sagte Gaul. Wo und wie sich die Mandatsträger engagierten, müsse allerdings jeder für sich selbst entscheiden, wandten Ortsbeiratsmitglieder ein.

Ortsvorsteherin Elfriede Köhler, Bürgermeister Georg Gaul, Pfarrer Jens Heiden, Gudrun Werding und Erika Gerhardt vom Arbeitskreis für Menschenrecht und Menschenwürde besuchten die alte Molkerei, in der wieder 19 Asylbewerber leben. Im unteren Geschoss lebe eine achtköpfige Großfamilie aus dem Kosovo. Im Obergeschoss wohnen drei Familien aus Armenien, Pakistan und Serbien. Alle Familien hätten kleine Kinder. Die Wohnverhältnisse seien insgesamt in Ordnung, sagte Köhler.

Die Ortsvorsteherin ist begeistert von dem Projekt des Landkreises „Gesund altern“, für das Lohra als Modellgemeinde fungiert. Auch die Gemeindevertreter könnten während ihrer Sitzungen Lockerungsübungen machen. Dadurch würden die oftmals hitzigen Debatten entspannt, sagte Köhler. Das hat die Ortsvorsteherin in der letzten Projektsitzung am vergangenen Montag gelernt. Sie hofft, dass sie es schafft, die Gemeindevertreter zu einer Pause mit gymnastischen Übungen bei der letzten Sitzung der Gemeindevertretung in diesem Jahr am 20. Dezember zu motivieren.

von Anita Ruprecht

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