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Eis und Schnee sind kein Hindernis mehr

Feuerwehr Eis und Schnee sind kein Hindernis mehr

Die Feuerwehr löscht Brände bekanntlich vorwiegend mit Wasser. Anhaltende Fröste und zugefrorene Hydranten bereiteten den Blauröcken zuweilen Probleme.

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Überflur-Hydranten – wie diesen am Feuerwehrstützpunkt – gibt es nicht mehr viele. Sie frieren nicht so schnell ein.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Heute sei die Einsatzfähigkeit der Wehren im Winter in der Regel nicht mehr eingeschränkt, sagt Gladenbachs Stadtbrandinspektor Reiner Horak.

Als in der Feuerwehr die Technisierung einsetzte und erste Handpumpen zur Brandbekämpfung eingesetzt wurden, hatten die Feuerwehren zuweilen ihre Last bei frostigen Temperaturen.

Vor allem die einfachen Pumpen gaben bei starkem Frost leicht ihren Geist auf. Das Auftauen oder Losschlagen von Hydranten gehörte auch zum Geschäft der Wehren bei Einsätzen im tiefen Winter.

Heute sieht vieles ganz anders aus: Zum Beispiel könne die Freiwillige Feuerwehr Gladenbach Mitte im Ernstfall auf 4 000 Liter Wasser aus Tanklöschfahrzeugen zurückgreifen, erklärt Gladenbachs Wehrführer Markus Baumann. „Mit diesem Wasserkontingent können die einen mit Löscharbeiten beginnen, während die anderen Wasserversorgung über Hydranten herstellen“, erklärt Horak.

Dort, wo es im Ernstfall gilt, größere Gebäudekomplexe zu schützen, stehen so genannte Überflur-Hydranten, die auch bei stärkerem Frost nicht zufrieren. Die etwa einen Meter aus dem Boden ragenden Hydranten stehen zum Beispiel am ver.di-Bildungszentrum, im Industriegebiet am Feuerwehrstützpunkt und am Parkdeck des Reschny-Zentrums.

Dass nach den vielen Schneefällen der eine oder andere Hydrant unter Eis und Schnee verschwunden sei, lasse sich nicht ganz vermeiden, sagt Schäfer. Im Einsatzfall müsse auch mal ein Hydrant freigeschaufelt werden. Jede Wehr verfüge über ein Hydrantenverzeichnis.

Sehr wichtig sei es, Hinweisschilder für die Hydranten frei von Schnee zu halten und sie nicht zu entfernen. Hydranten werden mithilfe von 25 mal 20 Zentimeter großen weißen Schildern mit rotem Rand kenntlich gemacht. Hinter dem „H“ für Hydrant ist auf diesen Schildern in Millimetern der Wasserrohrdurchmesser und darunter die Entfernung des Hydranten in Metern angegeben.

Die sich entlang vieler Straßen auftürmenden Schneehaufen verleiten manchen Autofahrer, sein Fahrzeug, wie gewohnt vor dem eigenen Grundstück, aber neben den Schneebergen abzustellen. „Das kann dazu führen, dass Wehren mit den bis zu 2,50 Meter breiten Einsatzfahrzeugen erst gar nicht an den Einsatzort gelangen“, erklärt er und bittet daher alle Autofahrer, diesen Umstand beim Abstellen ihrer Fahrzeuge zu bedenken.

von Hartmut Berge

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