Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 12 ° Regen

Navigation:
Einstimmigkeit herrscht auch in der Zufriedenheit

Haushalt 2014 Einstimmigkeit herrscht auch in der Zufriedenheit

Die Kinderbetreuung voranbringen, die Kosten im Blick behalten und für die Zukunft die Weichen richtig stellen: Dautphetals Gemeindevertreter votieren ohne Ausnahme für den Etat 2014 und für alle anderen Beschlüsse.

Dautphe. „In den Haushaltsreden war zweifellos der Stolz über das Erreichte erkennbar“, fasste Gerd Raach nach der Abstimmung seine Eindrücke am Montagabend zusammen. Er kenne die Haushaltsreden früherer Jahre, ergänzte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, deshalb sei der heutige Tag eine Wegweisung in die Zukunft.

Was war geschehen? Alle drei Fraktionsvorsitzende, Joachim Ciliox für die SPD, Dr. Horst Falk für die CDU und Michael Honndorf für die Freien Wähler (FW), gingen mit Blick auf die Zahlen des Haushaltsentwurfs - rund 1,76 Millionen Euro an Investitionen bei einem erwarteten kleinen Überschuss in Höhe von 23000 Euro - auf die wichtigste Entscheidung des vergangenen Jahres ein, die sich kostenmäßig auch in den kommenden Jahren auswirken wird.

In den vorherigen Sitzungen „haben wir alle zusammen die richtungsweisenden Entscheidungen getroffen“, sagte Honndorf. Nun gelte es die Kindergarten-Bauvorhaben mit Leben zu füllen. Die Kinderbetreuung sei ein wichtiger Bereich, weil sie viele Bürger betreffe und erfahre deshalb auch die größten Investitionen, ergänzte Dr. Falk. Die enorm gewachsene Dienstleistung weise aber auch die höchste Mitarbeiterzahl und das höchste Defizit auf dennoch sei die Personaldecke in Wolfgruben „dünn“ und auch im Rathaus sollte eine „kompetente Fachkraft“ vorhanden sein, um die Aufgaben „effizient und in hoher Qualität erfüllen zu können“. Ciliox sieht Bund- und Landesregierung in der Pflicht, sich auch an den Kosten für die Kinderbetreuung zu beteiligen. Zudem setzt er seine Hoffnungen auf das Familienzentrum an der Dautphetalschule, durch das wieder eine gemeindliche Jugendarbeit entstehen soll.

Zur Verbesserung der Einnahmen erinnerte Ciliox an die Forderung der SPD, sich an den Stromnetzen zu beteiligen und gar eine eigene Versorgung für Strom- und Heizenergie aufzubauen. Dr. Falk sieht dazu die Ansatzpunkte in einer weiteren Konsolidierung, zum Beispiel durch eine Effizienzsteigerung des Bauhofs und der Verwaltung sowie in einer stärkeren interkommunalen Zusammenarbeit. Auch könnten die vier Ausschüsse der Gemeindevertretung zu zweien zusammengeführt werden, um die Kosten zu senken, und es sollte eine Haushaltskommission für die nächste Legislaturperiode gebildet werden, um größere Herausforderungen angehen zu können.

Auch Honndorf blickte in die Zukunft, kündigte an, dass die Freien Wähler kreativ bleiben, um zum Beispiel dem demografisch bedingten Bevölkerungsrückgang entgegenzuwirken. Man wolle die Gemeinde auf einem zukunftsträchtigen Pfad fortentwickeln, wobei sich die Ausgaben dazu an den finanziellen Möglichkeiten orientieren müssten, das heißt ohne Nettoneuverschuldung.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland