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Eine Frau macht ständig Theater

Porträt Eine Frau macht ständig Theater

Mut zum Leben vermitteln und Denkanstöße geben - das ist das Ziel der Schauspielerin, Malerin und Autorin Brigitte Koischwitz, die in der "Alten Schule" in Bad Endbach ständiger Gast ist.

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Für Schauspielerin, Malerin und Autorin Brigitte Koischwitz sind es die guten Gedanken, die es gilt in ihren Werken festzuhalten und in Vorstellungen weiter zu geben.

Quelle: Helga Peter

Bad Endbach. Comedy, Kabarett oder Einfrautheater - das sind Oberbegriffe. Der Kern steckt im Detail und im tieferen Sinn in dem, was Brigitte Koischwitz aus dem Gladenbacher Stadtteil Römershausen seit nunmehr 16 Jahren im heimischen Raum und deutschlandweit ihren Zuhörern vermitteln will. Es ist die Kunst der guten Gedanken und dabei die Anregung zu einem tieferen Sinn. Dass dies auch in lustiger Form, witzig und spritzig erfolgen kann, dafür steht die Künstlerin. In einem Gedicht fasst sie zusammen: „Unsere Gedanken und Träume sind ein Segen, sie heben uns über alle Hindernisse des Alltags, lassen uns in allen Zeiten schweben, Erlebtes lässt uns glücklich lächeln, das was noch vor uns liegt, wird fast schon Wirklichkeit und schlimme Gegenwart vergessen“. Die Worte stammen aus ihrem Werk „Tor zum Paradies“.

Ein kleines Stück Paradies hat Brigitte Koischwitz im Hinterland in Römershausen gefunden. „Dort fühle ich mich wohl. Mit Liebe im Herzen lebe ich zusammen mit meinem Ehemann Gunnar in einer Region, die so viel Schönheit ausstrahlt. Meine nunmehr 16 literarischen Werke sind bis auf drei hier entstanden“, erklärt sie.

Brigitte Koischwitz wurde am 20. April 1943 in Berlin geboren. An der Folkwang-Schule in Essen studierte sie Schauspiel und Ballett. Die „Westerländer Promenade“ auf der nordfriesischen Insel Sylt hatte sie sich für ihre Galerie ausgesucht, in der sie als Malerin wirkte. Dort stellte sie ihre ausdrucksstarken Werke in Öl mit herrlichen Landschafts- und Tiermotiven sowie Porträts aus und warb oftmals spontan mit selbst verfasster Lyrik für ihre Ausstellung. Darin begründet liegen auch die Anfänge ihres Einfrautheaters.

Die Künstlerin ist stolz darauf, dass ihre in Bad Endbach angebotenen Veranstaltungen gut gebucht werden. Die Mund-zu-Mund-Propaganda und die Landfrauen tragen zu ihrem Erfolg bei, ist sich Koischwitz sicher. Sie freut sich, dass sie auch Anfragen aus dem Bundesgebiet hat. Wenn sie Menschen mit ­Comedy, Kabarett oder auch mit ihrem Einfrautheater erfreuen und für den Alltag stärken kann, dann sei das für sie ein einzigartiges Erlebnis.

In witziger und spritziger Weise gelingt es der Schauspielerin, Malerin und Autorin die kleinen Kalamitäten des Lebens sonnig vorzuführen. Die Malerei jedoch bleibe mittlerweile etwas auf der Strecke, es sei denn, ein neues Cover für ein von ihr verfasstes Buch müsse kreiert werden, sagt die Künstlerin.

Seit nunmehr 16 Jahren unterhält sie in Bad Endbach in der „Alten Schule“ ihre Galerie, die sich sehr gut einfügt in das historische Gebäude aus dem Jahre 1833. Eigentlich sollte die alte Schule, in der der gemeindliche Bauhof seine Geräte lagerte, vor der Jahrtausendwende abgerissen werden. Doch der Denkmalschutz sah dieses Bauwerk als erhaltenswert an. Es wurde die Idee eines Kneipp-Museums geboren, das dort unter­gebracht ist.

Als sie die Anfrage für eine Galerie erhalten habe, sei sie mehr als glücklich gewesen.

Brigitte Koischwitz, ist Preisträgerin des Otto-Ubbelohde-Preises 2013 und in ihrer Schaffenskraft noch immer unermüdlich. „Das Leben schreibt die schönsten Geschichten und die gilt es zu vernetzen mit den guten Gedanken“, das ist ihr Motto. In einem ihrer Zitate hält sie fest: „Gedanken, Erlebnisse sammeln sich zur Wolke in meiner Seele und regnen aufs Papier.“

Am Sonntag, 30. November, lädt Brigitte Koischwitz um 15 Uhr wieder zu ihrem Einfrautheater in die „Alte Schule“ ein.

Die Galerie und ständige Ausstellung ist mittwochs, ­freitags, samstags und sonntags von März bis Ende Oktober in der Zeit von 15 bis 17 Uhr ­geöffnet, jedoch derzeit und im Dezember geschlossen, wobei das Einfrautheater weiter angeboten wird. Zu erreichen ist die Künstlerin unter der Telefon- und Fax-Nummer 06462/2123 oder E-Mail: GS@Koischwitz.com

von Helga Peter

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