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Ein Weihnachtszimmer soll erneut entstehen

Geschichtsverein Ein Weihnachtszimmer soll erneut entstehen

Der Verein für Geschichte und Volkskunde Lohra will die Zusammenarbeit mit artverwandten Vereinen intensivieren. Zunächst will er wieder auf dem Weihnachtsmarkt mit einer Ausstellung präsent sein.

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Der neue Vorstand des Vereins für Geschichte und Volkskunde Lohra (von links) Antje Weber, Dr. Thomas Hetche, Rudolf Hetche, Hartmut Gaul, Niklas Göpel, Anneliese Heinrichs und Wolfgang Kühnel.

Quelle: Anita Ruprecht

Lohra. Stellvertreter Dr. Thomas Hetche leitete am Freitagabend für den erkrankten Vorsitzenden Dr. Heinrich Justus Wagner die Jahreshauptversammlung des Vereins für Geschichte und Volkskunde Lohra. Als Träger der Hufeisenkirche in Altenvers bewerkstelligten die Vereinsmitglieder in den vergangenen Jahren viel für die Renovierung und den Erhalt der historischen Kirche. Für dieses große ehrenamtliche Engagement erhielt der Verein am 15. November im Biebricher Schloss den mit 2000 Euro dotierten Ehrenamtspreis für Denkmalpflege des Landes Hessen (die OP berichtete).

Als Außenstelle des Standesamts Lohra werde die Hufeisenkirche häufig für Trauungen genutzt und im Sommerhalbjahr begrüße Wagner etliche Pilgergruppen in der Kirche, berichtete Hetche.

Der Arbeitskreis Ortsgeschichte des Vereins für Geschichte und Volkskunde habe die Ausstellung im Rathaus zur Gebietsreform „40 Jahre Gemeinde Lohra“ organisiert. Für die Organisation der Ausstellung habe man 5000 Exponate gesichtet und die besten ausgewählt, berichtete der Arbeitskreisvorsitzende Hartmut Gaul. Die Ausstellung ist noch den Winter über während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen. Der Verein richtet regelmäßig das Erzählcafé im alten Rathaus aus, bei dem alte Menschen über das Leben im alten Lohra berichten.

Zum Weihnachtsmarkt möchten die Vereinsmitglieder im alten Rathaus ein Weihnachtszimmer wie vor 60 bis 80 Jahren einrichten, „bevor Weihnachten durchorganisiert wurde“, wie Hetche anmerkte. In diesem Zimmer stehe dann keine Nordmanntanne, sondern eine Fichte, sagte Werner Oertel. Wer historischen Weihnachtsschmuck zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei den Vereinsmitgliedern melden.

Wir sollten die Vereinsarbeit auf mehr Schultern verteilen, schlugen Hartmut Gaul und Werner Oertel vor. Beispielsweise könne der Verein Bereichsleiter für die Hufeisenkirche, das Erzählcafé und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen benennen, schlug Gaul vor. Er wolle die Anregung als Arbeitsauftrag in den neuen Vorstand mitnehmen, versprach Hetche. Für den mit gut 50 Mitgliedern nicht sehr großen Verein sei die Zusammenarbeit mit Vereinen aus Nachbargemeinden, die gleiche oder ähnliche Themenschwerpunkte haben, sehr förderlich, sagte Hetche. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die gemeinsame Vereinsfahrt mit dem Heimat- und Museumsverein „Amt Blankenstein“ aus Gladenbach in diesem Sommer hin, die sehr gut verlaufen war.

Walter Jakowetz vom Gladenbacher Heimat- und Museumsverein war bei der Mitgliederversammlung dabei und schlug für das nächste Jahr anstatt einer gemeinsamen Vereinsfahrt eine echt „Biedenkopfer Kartoffelbrott“ als gemeinsame Veranstaltung der beiden Vereine vor. Einen Bratmeister habe er dafür schon im Auge, sagte Jakowetz. Er erntete dafür viel Beifall aus der Mitgliederversammlung und Jakowetz schlug vor, die „Brott“ auf halbem Weg für beide Vereine in Mornshausen zu organisieren.

von Anita Ruprecht

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