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Ein Teil des Geldes für Lohras Buswendeplatz ist schon da

Streitobjekt Ein Teil des Geldes für Lohras Buswendeplatz ist schon da

Mehr als drei Viertel der Bausumme sind schon durch einen Zuschuss des Landes gesichert. Doch für das 420000-Euro-Projekt erwartet die Gemeinde Lohra noch weiteres Fördergeld. Die Pläne sind indes schon fertig.

Lohra. Zwei große Themen beschäftigten am Dienstagabend den Bau-, Wirtschafts- und Sozialausschuss der Lohraer Gemeindevertretung: Die Änderung des Teilflächennutzungsplans „Erneuerbare Energien“ und den Bebauungsplan „An der Bahn“.

„An der Bahn“ klingt harmlos, betrifft aber ein Projekt, dass in der Planungsphase heftig umstritten war: den sogenannten Buswendeplatz in Lohra. Über den Abwägungs- und Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan galt es nun eine Empfehlung für die Gemeindevertretung auszusprechen. Denn allmählich drängt die Zeit, hatte doch die Erste Beigeordnete der Gemeinde für die Befürworter eine gute Nachricht zu verkünden. Der Bewilligungsbescheid des Landes Hessen in Höhe von 347000 Euro liege seit zwei Wochen vor, sagte Rosemarie Wolny (SPD). Einen weiteren Bewilligungsbescheid aus dem Fördertopf des „Stadtumbaus West“ erwartet die Gemeinde in Kürze, fügte Wolny hinzu. Mit dem Bau der Bushaltestelle muss spätestens vier Monate nach Eingang des Bewilligungsbescheids begonnen werden, teilte Wolny auf Anfrage mit.

Zuschusshöhe des Zweckverbands ist offen

Mit der Höhe des Zuschusses vom Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland (IZH) entscheidet sich, wie viel Geld die Gemeinde Lohra selbst zum 420000-Euro-Projekt zuschießen muss. Die Pläne sind zur Ausschreibung vorbereitet, Baubeginn soll im Frühjahr sein.

Der Bauausschuss befürwortet den Bebauungsplan „An der Bahn“ in der vorliegenden Fassung mit einer Enthaltung. Diese begründete Heinz Werner Weimer damit, dass seine CDU-Fraktion zunächst noch einmal über die Vorlage beraten wolle.

Spezielle Streckenführung für Windradaufbau

Zum zweiten großen Thema sprach Gerhard Vollhardt vom zuständigen Planungsbüro. Er informierte die Ausschussmitglieder über die Änderung des Flächennutzungsplans für „Erneuerbare Energien“, speziell des Abwägungs- und Offenlegungsbeschlusses sowie dem Streckengutachten über die Zuwegung, die spezielle Streckenführung, die für den Transport der Windräder geeignet ist. Die einzelnen Flügel der Windräder haben eine Länge von jeweils 65 Metern.

Vollhardt verwies auf die Fachdienste des Landkreises und die Dezernate des Regierungspräsidiums, die alle bei der Planung der Windkraftanlagen angehört werden müssen. Als mögliche Standorte für Windenergieanlagen in Lohra wurde das Gebiet am Hemmerich bei Rodenhausen eindeutig vor den Flächen westlich von Weipoltshausen und dem Flurstück „Tragwurst“ nahe der Grenze zum Lahn-Dill-Kreis favorisiert.

Umgehung bei Damm ist noch zu bauen

Die verkehrstechnische Zuwegung zum Transport der Teile für die Windkraftanlage würde von der Bundesstraße 3 aus über die Landesstraße 3048 an Fronhausen/Lahn vorbei nach Damm über die Kreisstraße 52 nach Rollshausen und von dort aus in den Wald über die alte Poststraße führen, erläuterte Vollhardt. Bei dieser Streckenführung müssten die Serpentinen vor Damm über eine gut befestigte Gefällstrecke umfahren werden, die noch gebaut werden müsste, so Gerhard Vollhardt.

Es herrsche bisher noch große Planungsunsicherheit sagte der Ausschussvorsitzende Heinz Werner Weimer. Dennoch befürwortete der Bauausschuss einstimmig, den Entwurf der Flächennutzungsplanänderung „Erneuerbare Energien“ öffentlich auszulegen.

von Anita Ruprecht

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