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Ein Lasso, zwei Pferde, vier Stunden Arbeit

Ungewöhnlicher Einsatz Ein Lasso, zwei Pferde, vier Stunden Arbeit

Zwei reiterlose Pferde haben in der Nacht zu Samstag für Aufsehen gesorgt. Gegen 0.45 Uhr meldete eine Autofahrerin auf der Kuppe der Bundesstraße 253 an der Zufahrt zur Sackpfeife zwei weiße Pferde.

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Archivaufnahme von freilaufenden Pferden.

Quelle: Archivbild: Nadine Weigel

Biedenkopf. Nach dem Eintreffen einer Polizeistreife liefen die beiden Tiere zunächst auf der Bundesstraße umher. Polizeipressesprecher Martin Ahlich beschreibt das Szenario wie folgt: "Zunächst galt es mal die beiden Schimmel einzufangen. Die liefen ungerührt die Bundesstraße mal runter und mal wieder rauf. Die Streife wusste sich zu helfen. Letztlich gelang es, die Tiere mit einem Lasso zumindest mal einzufangen und schon mal zu sichern. Gleichzeitig war die Suche nach der Besitzerin zwar auch nicht einfach, aber ebenfalls erfolgreich".

Auf die Spur der Besitzer kamen die Polizisten indem sie den "verlorenen Pferdeäpfel" folgten. Nun sei jedoch wieder alles schief gegangen berichte Ahlich: "Die Pferdebesitzerin in Dexbach war telefonisch nicht erreichbar. Von einer Streife geweckt, war ihr Pferdeanhänger nicht nutzbar, weil voll beladen mit Stroh. Dann zeigten sich die beiden Schimmel absolut störrisch und verweigerten den Einstieg in einen anderen, eiligst entliehenen Anhänger". Nichts habe die Tiere in den ausgeliehenen Anhänger bewegen können.

Kurzerhand packten die Beamten selbst mit an und entluden die gut zwei Kubikmetern Stroh aus dem Anhänger der Pferdebesitzerin. Dieses gewohnte Transportmittel akzeptierten die beiden Vierbeiner anstandslos, sodass die Gefahr schließlich um 4.40 Uhr beseitigt war.

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