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Ein Kandidat steht zur Wahl

Bürgermeisterwahl Ein Kandidat steht zur Wahl

Seine Wiederwahl scheint so gut wie sicher, doch 
eine kleine Ungewissheit bleibt. Bernd Schmidt wünscht sich jedenfalls 
eine Bewertung seiner 
Arbeit durch die Wähler Dautphetals.

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An diesem Sonntag findet in der Gemeinde Dautphetal auch die Bürgermeisterwahl statt. Die 8978 Wahlberechtigten können sich entscheiden, ob sie für den alleinigen Kandidaten Bernd Schmidt ihre „Ja“- oder „Nein“-Stimme geben wollen.

Quelle: Nikola Ohlen

Dautphetal. Eigentlich scheint der Ausgang der Bürgermeisterwahl in Dautphetal klar zu sein. Es gibt nur einen Kandidaten, zudem ist es der Amtsinhaber Bernd Schmidt von den Freien Wählern – was soll da noch schiefgehen? Das dachten anscheinend auch einige unter den Dautphetaler Gemeindevertretern, die sich am Ende der Sitzung in kleinen Gruppen über die bevorstehende Wahl unterhielten.

Aus diesen war häufig die Prozentzahl 50,1 zu hören, begleitet von erstaunten Blicken oder gar Kommentaren der Überraschung. Könnte die erneute Wiederwahl von Bernd Schmidt tatsächlich scheitern?

„Theoretisch ist das möglich“, sagt Wahlleiter Uwe Kamm. Es müssten nämlich 50,1 Prozent der 8978 Wahlberechtigten, die ihren Stimmzettel in die Urne stecken, das „Ja“ angekreuzt haben. Überwiegt die Zahl der „Nein“-Stimmen, der Amtsinhaber wäre faktisch abgewählt.

Diese Möglichkeit nimmt zu, je geringer die Wahlbeteiligung der Zufriedenen, Gleichgültigen oder Unentschlossenen ist. So etwas sei aber seit der Einführung der Bürgermeister-Direktwahl in Hessen noch nie vorgekommen, sagt Kamm.

Zahl der Briefwähler konstant

„Das setzt eine hohe Unzufriedenheit voraus, und dann gäbe es auch einen Gegenkandidaten.“ Und wenn der gering wahrscheinliche Fall doch eintreten würde? „Dann müsste die komplette Prozedur wieder von vorne beginnen, angefangen beim Aufruf zur Kandidatur“, erklärt Kamm.

Einen kleinen Fingerzeig zur Höhe der Wahlbeteiligung könnte die Inanspruchnahme der Möglichkeit zur Briefwahl geben. Die lag noch Mitte der Woche bei rund 700 Rückläufern, bei der Wahl vor sechs Jahren waren es insgesamt 690 Briefwähler.

Schmidt rief im OP-Interview zur Teilnahme an der Wahl auf, zumal auch die Kommunalparlamente zu wählen sind. Die Bürger sollten ihr Wahlrecht auch ausüben, dieses demokratische Grundrecht sei hart erkämpft worden, und dessen Ausübung sei in vielen Ländern der Welt nicht möglich. Außerdem hofft Schmidt wie vor sechs Jahren auf eine Bewertung seiner Arbeit.

Wer die Auswertung der Wahlzettel zeitnah verfolgen möchte, hat dazu im Rathaus die Möglichkeit. Nach 18 Uhr werden im Sitzungsraum 308 die einlaufenden Ergebnisse aus den Wahllokalen präsentiert.

von Gianfranco Fain

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