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Ein Denkmal als Denkanstoß für die Politik

OP-Serie zur Kommunalwahl: Das sehe ich Ein Denkmal als Denkanstoß für die Politik

1904 ließ der Kreiskriegerverband das Kriegerdenkmal auf dem Biedenkopfer Marktplatz nach den Plänen des Bildhauers Theodor Paffrath errichten. Drei Ehrentafeln erinnern an die Gefallenen des Altkreises Biedenkopf.

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Biedenkopf. Das monumentale Denkmal befindet sich im Zentrum der Hinterlandkommune. Einige Biedenkopfer vertreten deshalb die Auffassung, dass es nicht mehr zeitgemäß ist und möchten es gern versetzen. Wie sehen dies die Spitzenkandidaten?

 
Dietrich Stark (UBL)
Marktplatz, ein viel besprochener Punkt im Wahlkampf. Mit der Umgestaltung des Marktplatzes ist begonnen worden, (Teilabschnitte sind schon fertiggestellt). Im Gebäude Marktplatz 2 werden aller Voraussicht nach im Jahr 2016 die ersten Mieter einziehen. Die Verkehrsregelung ist meines Erachtens nach gut gelöst. Das Kriegerdenkmal (welches nach Meinung einiger Biedenkopfer versetzt werden sollte) ist nach den Plänen des Marburger Bildhauers Paffrath 1904 errichtet worden und passt sehr gut in dieses Bild der Umgestaltung hinein.
 
Heinz Olbert (BB)
Der Marktplatz in Biedenkopf wird beherrscht von einem Denkmal, das an die Gefallenen aus vier Kriegen erinnert. Gerade heute, wo viele Menschen vor den Unruhen in ihren Heimatländern zu uns kommen, bekommt das Denkmal eine neue symbolische Bedeutung: Krieg bringt nicht nur den Sieg, sondern auch Leid und Zerstörung. Damit wird das Denkmal auch zu einem Friedensmahnmal und erinnert uns täglich daran, wie viel Leid die Kriege auf dieser Welt unter den Menschen verbreiten.
 
Jürgen Schneider (SPD)
Denk mal! Es soll uns daran erinnern, dass wir schon über 70 Jahre in Frieden leben. Man muss das Denkmal im historischen Umfeld sehen. Zur Erbauungszeit überwog die Trauer über die toten Freunde und Verwandte. Heute sollte es uns mahnen und zum Nachdenken anregen. Frieden und europäische Einigung sind nicht einfach da, wir alle müssen stetig daran arbeiten, wie wir gerade wieder erleben.
 
Uwe Plack (FDP)
Der Marktplatzbrunnen ist nach dem Schloss eines der wichtigsten Denkmäler in Biedenkopf, er wird schon immer als Treff- und Ausgangspunkt für viele Bürger genutzt. Es steht der Stadt zu, seinen Stadtmittelpunkt besser zu pflegen und instand zu halten. Der Marktplatz mit seinem Brunnen und seiner umliegenden Gastronomie ist ein zentrales Aushängeschild für Biedenkopf.
 
Siegfried Engelbach (CDU)
Der Marktplatz. Der Brunnen. Das Denkmal. Der Marktplatz ist der zentrale Ort, um die Innenstadtentwicklung voranzutreiben. Gastronomische Angebote, Kurzzeitparkplätze und Verkehrsberuhigung sollen dabei helfen, den Marktplatz einladend zu gestalten. Der Brunnen und das Denkmal sind ein Teil des Marktplatzes und für viele Menschen fest miteinander verknüpft. Das muss man respektieren. Ob das auch zukünftig so bleiben wird, können wir nicht abschließend sagen. Es sind Ideen gefragt, die Attraktivität Biedenkopfs nachhaltig zu erhöhen.
 

von Silke Pfeifer-Sternke

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