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Ein Christbaum direkt aus dem Wald

Revierförster im Hinterland Ein Christbaum direkt aus dem Wald

In den Wintermonaten erntet das Forstamt
 Biedenkopf Laubholz. Zur Weihnachtszeit stehen 
zudem Weihnachtsbäume zum Verkauf.

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Am 17. Dezember können sich Familien ihren Weihnachtsbaum von 9 bis 16 Uhr bei der Revierförsterei in Hartenrod aussuchen. Die Suche nach einem geeigneten Christbaum kann so zu einem Erlebnis werden.

Quelle: Ingo Wagner

Biedenkopf. Andreas Platt, Revierförster in Biedenkopf, ist zuständig für die Auswahl der Bäume, die gefällt werden, um die zu schützen, die später wertvolles Holz liefern sollen. Er wählt die Bäume, die den Wald der Zukunft bilden sollen, nach bestimmten Kriterien aus: Sie müssen eine gut belaubte­ Baumkrone haben und gerade­ gewachsen sein.

„Eine gute Veranlagung ist nicht alles. Oft hat man mehrere Optionen, da muss man sich entscheiden, welche man langfristig nutzen möchte. Die Pflege des Bestandes macht den Unterschied“, sagt der Wald-Experte Platt. Er habe schon jetzt ein Bild im Kopf davon, wie der Wald in 100 Jahren aussehen soll. Viele Jahre wende er nun dafür auf, die Bäume zu pflegen. „Die meisten werden wohl wesentlich älter­ als ich selbst“, sagt er.

Im Winter wird in den heimischen Wäldern traditionell das Laubholz geerntet. Das Holz wird entweder in Sägewerken weiterverarbeitet oder landet als Brennstoff im Kamin von Privatleuten. Es ist ein gutes Geschäft: Geld kommt in die Kassen und die Waldpflege lässt den Bestand wieder durchatmen und wachsen.

Appell an Waldbesucher: Gesperrte Wege meiden

Noch stehen die Bäume in vielen Beständen des Forstamtes Biedenkopf, das außer Staatswald und Privatwald die Waldflächen der Städte Biedenkopf und Gladenbach sowie der Gemeinden Angelburg, Bad Endbach, Breidenbach, Dautphetal, Lohra und Steffenberg betreut, dicht gedrängt. „Die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe ist enorm. Damit sich die gesunden Bäume gut entwickeln, schaffen die Förster Platz“, erklärt Dr. Lars Wagner, Leiter des Forstamtes Biedenkopf. Dort, wo eine Lücke entstehe, schaffe man Potenzial für Nachwuchs, bestätigt er.

Um Waldspaziergänger während der Holzernte nicht zu gefährden, werden einzelne Waldgebiete und Waldwege gesperrt. Wagner hält es für sehr gefährlich, wenn Erholungssuchende auf gesperrten Wegen wandern. Deshalb appelliert er an die Vernunft, diese Wege nicht zu nutzen. Und er verspricht: Gesperrte Wege und aufgestapeltes Holz seien kein Dauerzustand. Aber es komme vor, dass sich die Arbeiten über einen längeren Zeitraum erstrecken. Auch müssten die Wege wieder gepflegt werden.

Das Forstamt Biedenkopf bietet neben Brennholz im Dezember auch Weihnachtsbäume aus dem heimischen Wald an: Fichte, Edeltanne oder Blaufichte stehen zur Auswahl. Den Weihnachtsbaum direkt vom Förster zu holen, hat für viele Tradition. Das Forstamt erwartet wieder zahlreiche Besucher, die in den Wald strömen, um mit dem Kauf eines Weihnachtsbaumes vom Förster lange Transportwege zu vermeiden. Es ist ein Erlebnis für die ganze Familie, auf die Suche nach dem „einen“ Weihnachtsbaum zu gehen.

  • Der Termin im Revier Bad Endbach findet am Samstag, 17. Dezember, von 9 bis 16 Uhr statt. Treffpunkt: Revierförsterei Bad Endbach, Poststraße 16 in Hartenrod.

von Silke Pfeifer-Sternke

 
 
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