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Ein Bürger hilft seit 50 Jahren Bürgern

Erinnerungen von Walter Jakowetz Ein Bürger hilft seit 50 Jahren Bürgern

Walter Jakowetz blickt auf 50 Jahre Ehrenamt zurück. Sein Engagement hielt der Gladenbacher in Wort und Bild fest.

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Bei Erscheinen dieses Artikels in der Oberhessischen Presse war Walter Jakowetz 46 Jahre alt.

Gladenbach. Wer in Gladenbach eine Veranstaltung besucht, trifft meist auf bekannte Persönlichkeiten, eine davon ist oft Walter Jakowetz. Das ist auch Friedrich Bohl, Finanzminister a.D., in Erinnerung in Erinnerung geblieben.

Für ihn ist Jakowetz eine Ausnahmeerscheinung, weil er sich in vielen Vereinen und Verbänden ehrenamtlich engagierte. Zudem machte er sich einen Namen als Repräsentant der Stadt Gladenbach, als Stellvertreter des Bürgermeisters, aber auch als Erster Stadtrat. Im Buch „50 Jahre Ehrenamt – Walter Jakowetz“ würdigen ehemalige Weggefährten, Freunde und lokale Prominenz das Engagement des Gladenbachers.

Engagement wird mit vielen Ehrungen gewürdigt

Weil Tag für Tag viele Menschen ehrenamtliche Verpflichtungen wahrnehmen, Ehrenamt auch Verzicht auf Familie und Freizeit bedeutet, und man dafür zwar kein Geld, aber sehr oft Dank und Anerkennung erhält, hat Jakowetz sein langjähriges Engagement in Wort und Bild dokumentiert.

Die Liste seiner Ehrungen ist lang. Von 1957 bis 2015 wurde er 37 Mal ausgezeichnet. Er übernahm in der Kommunalpolitik Verantwortung, war Schöffe bei Gerichten, engagierte sich in der katholischen Kirchengemeinde Gladenbach, im Sport und im Lauf der Jahre in 36 Vereinen und Verbänden.

In seinem Buch lässt er dann auch nicht nur die reinen Daten für sein Engagement sprechen, sondern bedient sich der umfangreichen Berichterstattung über seine Person. Der erste Bericht ist ein Artikel aus der Oberhessischen Presse vom 10. April 1986. Damals war Jakowetz 46 Jahre alt.

Er galt zu dieser Zeit als ein Garant für gefüllte Säle, weil er ein Händchen für Programm, Dekoration und alles drum herum hatte. Er ließ kaum eine Gelegenheit aus, um anderen schöne Stunden zu bereiten. Schon damals schlug sein Herz nicht nur für das Organisieren von Festen, sondern auch für Politik und Vereine.

Ins Auge fällt, dass Jakowetz sowohl Verantwortung in den vorderen Reihen übernahm, zum Beispiel beim Deutschen Roten Kreuz in Gladenbach, als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes sowie als Stadtverordnetenvorsteher des Gladenbacher Parlaments.

2000 Geburtstagsbriefe pro Jahr

Aber Jakowetz zeigte sich auch oft großzügig: Er übergab Weihnachtsgeschenke 
an die Jugendmusikgemeinschaft Blankenstein, versprach den freiwilligen Helfern der damals geplanten 
Mehrzweckhalle in Frohnhausen Freibier, spendete mit Ehefrau Gertrud einen neuen 
Wandschmuck für die Friedhofskapelle in Gladenbach und beide erfreuten als Gastgeber 350 Besucher mit einem Konzert in der katholischen Kirche.

Jakowetz nahm früher auch am Skat kloppen in Bad Endbach teil und dachte im Alter von 70 Jahren noch lange nicht ans Aufhören. Seit 2005 gratuliert Jakowetz den Geburtstagskindern der Stadt Gladenbach ab dem 70. Geburtstag. Jährlich ist er in dieser Mission etwa 2000 Mal im Einsatz und verschickt Geburtstagsgrüße.

Zwei Dankesbriefe von Geburtstagskindern hat Jakowetz in seinem Buch veröffentlicht. Beide Briefschreiber danken dem Gladenbacher für die Aufmerksamkeit, die er ihnen gewidmet hat. Geschmückt ist das Buch außerdem mit zahlreichen Fotos sowie mit Urkunden, die das jahrzehntelange Engagement widerspiegeln. Ein Erinnerungsfoto zeigt den Fußball-Fan und Sportfunktionär aus Leidenschaft, Walter Jakowetz, mit dem damaligen Fußball-Bundestrainer Erich Ribbeck.

Vom Sozial­verband VdK wird der Gladenbacher als „Mann mit sozialem Gewissen“ bezeichnet, 2009 erhielt er für sein Engagement, unter anderem auch als Vorsitzender des Sozialverbandes die Ehrenplakette des VdK in Gold.

von Silke Pfeifer-Sternke

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