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Ein Büfett aus Wildkräuterspezialitäten

6. Kräutertag Ein Büfett aus Wildkräuterspezialitäten

Das Obergeschoss im „Alten Rathaus“ in Lohra verwandelte sich in eine Kräuterküche. Petra Kunze-Bruckhoff hatte zum 6. Kräutertag eingeladen. In dem historischen Gebäude präsentierte sie Öle, Essenzen, Tinkturen und Salben aus heimischen Wild- und Wiesenkräutern.

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Während des Kräutertages wurden die Kräutersträuße geweiht, die volkskundlich Würzwisch genannt werden.

Quelle: Anita Ruprecht

Lohra. 2005 veranstaltete Kunze-Bruckhoff, gleich nach ihrer Ausbildung zur Kräuterkundigen im Jahr 2004, ihren ersten Kräutertag. Nach genau zehn Jahren fand nun die sechste Veranstaltung dieser Art statt.

Kunze-Bruckhoff stellt ihre Kräutertage unter ein bestimmtes Thema, diesmal lautete das Thema „Der Würz­wisch“. Als Würzwisch bezeichnet man Kräutersträuße, die traditionell in katholischen Gegenden gebunden werden und dort am 15. August zu Mariä Himmelfahrt geweiht werden.

Die Anzahl und Art der Kräuter ist verschieden. So entspricht die Anzahl der Kräuter im Strauße immer magischen Zahlen wie 7, 9, 12 oder 27, und die Auswahl der Kräuter entspricht den Gegebenheiten und dem Vorkommen in der jeweiligen Landschaft. Immer aber sind Würzkräuter, blutstillende Kräuter und Getreidearten in den Sträußen eingebunden, sagt die Kräuter­kundige.

Kunze-Bruckhoff hat sieben Kräuter in ihre Sträuße gebunden. Besonders gefreut hat sie sich darüber, dass der heute im Ruhestand lebende ehemalige Lohraer katholische Pfarrer Hans-Ludwig Schmank sich dazu bereit erklärt hatte, die Kräuter zu weihen. Schmank hatte auch schon vor zehn Jahren beim 1. Kräutertag die Kräuter geweiht.

Außer den Kräuterextrakten in der sehr ansprechenden Ausstellung hatte Kunze-Bruckhoff ein Büfett mit allerlei Wildkräuterspezialitäten zusammengestellt. Dort gab es Huflattich-, Gundermann- und Rosentorte, Suppen und Quiches aus Wildkräutern, eine kalte spanische Gemüsesuppe mit Wildkräutern namens Gazpacho, Minze-Giersch-Salat, verschiedene Pestos, Erdbeer-Emil, Hugo, Rosensirup und frisch gebrühten Kaffee aus gerösteten Löwenzahnwurzeln.

Ihr sei wichtig, den Leuten bewusst zu machen, was sie essen und welcher Zusammenhang zwischen dem Essen und dem körperlichen Wohlbefinden besteht, sagt Kunze-Bruckhoff.

von Anita Ruprecht

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