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Ein Bekenntnis zum Standort

Investition in Rheumazentrum Mittelhessen Ein Bekenntnis zum Standort

Für 23 Millionen Euro entsteht in Bad Endbach eine den heutigen Standards entsprechende Klinik. Im Januar 2016 wird mit dem Neubau des Rheumazentrums Mittelhessen begonnen, 2018 soll er fertig sein.

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Nach der Übergabe: Bürgermeister Markus Schäfer (von links), Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Finanzminister Dr. Thomas Schäfer sowie die beiden Leiter der Klinik Katrin Storck-Müller und Georg Schuckart.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach. Ursprünglich plante die Klinik-Leitung, die bestehenden Gebäude umzubauen. Doch es gab gute Gründe, diese Planung zu verwerfen: Zum Beispiel entspricht der Bau aus den 1950er-Jahren nicht den heutigen Anforderungen, auch fehlt die Behindertenfreundlichkeit. Zudem hätte ein Umbau erhebliche Behinderungen im Klinik-Alltag für das Personal und die Patienten bedeutet, erklärte der kaufmännische Geschäftsführer Georg Schuckart während der Präsentation der Pläne.

Im Januar 2016 sollen die Bauarbeiten auf dem Gelände des Rheumazentrums beginnen. Zwei Jahre später soll der Neubau bezugsfertig sein, dann werden die bestehenden Gebäude zurückgebaut bis auf zwei Gebäudeteile. Dort, wo die Gebäude heute stehen, entsteht eine Grünfläche. Gebaut wird ein fünfgeschossiges Gebäude, die bisherigen 80 Betten in der Akutstation und die 38 Betten in der Rehabilitationsklinik bleiben erhalten.

Das Land Hessen fördert die Investition mit einer Summe von 10 Millionen Euro. Finanzminister Dr. Thomas Schäfer überbrachte am Dienstag den Förderbescheid. „Die Investition von 13 Millionen Euro erfordert Mut und persönlichen Einsatz“, sagte Schuckart in Richtung Klinik-Leitung. Für Katrin Storck-Müller, die das Rheumazentrum in dritter Generation führt, ist das Wagnis eine Herausforderung, der sie sich gerne stellt.

Rheumatologin leitet Klinik seit 15 Jahren

Sie verglich ihr Handeln mit dem Pioniergeist ihrer Großeltern und ihrer Eltern. Der Orthopäde Professor Hans Storck gründete das Unternehmen 1954. Er legte sein Augenmerk auf die Therapiemethoden zur Heilung von Patienten mit Erkrankung des Bewegungsapparates. 1969 übernahm der Internist und Rheumatologe Dr. Ulrich Storck die Leitung der Bad Endbacher Klinik.

Er erweiterte sie zu einem Versorgungsunternehmen für Patienten mit entzündlichen und degenerativen rheumatischen Erkrankungen. Die Akutklinik wurde um eine Anschlussbehandlung und eine Rehabilitationsklinik sowie eine ärztliche und therapeutische Ambulanz erweitert.

Seine Tochter, Katrin Storck-Müller, übernahm die Leitung vor 15 Jahren. Sie ist Fachärztin für Rheumatologie und ist sowohl Geschäftsführerin als auch Ärztliche Direktorin. Storck-Müller ist überzeugt, dass „wir es gemeinsam schaffen werden“. Sie sei froh und dankbar, dass es mit der Investition für die Klinik weitergeht.

Erleichterung für Patienten und Ärzte

„Das Rheumazentrum in Bad Endbach ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen in Mittelhessen. Um ihnen eine bestmögliche Patientenversorgung zuteil werden zu lassen, sollen die Räume auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden“, sagte Finanzminister Schäfer.

Die Modernisierung werde eine grundlegende Neuordnung der Funktionsbereiche und damit einen zukunftsfähigen und wirtschaftlichen Krankenhausbetrieb ermöglichen. „Das wird zum einen Vorteile für die Patienten bringen, zum anderen aber auch den Behandelnden den Arbeitsalltag erleichtern“, sagte der Finanzminister.

„Sie stehen auf der Sonnenseite der Förderung“, erklärte Schäfer weiter. Denn, es sei ­geplant, die Förderung der Kliniken neu zu organisieren. Künftig sollen sie nur noch projektbezogen und nicht mehr pauschal ­gefördert werden, erläuterte Schäfer.

„Heute ist ein guter Tag für das Rheumazentrum, für die Gemeinde Bad Endbach, für den Landkreis Marburg-Biedenkopf und für die Region“, sagte Schuckart. Das Millionenprojekt sichere nicht nur den Fortbestand der Klinik, sondern auch langfristig die Arbeitsplätze. Die Investition stelle daher ein Bekenntnis zum Standort Bad Endbach dar, sagte­ ­Schuckart.

von Silke Pfeifer-Sternke

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