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Eike Schniebs macht Lust aufs Reisen

Lustige Urlaubsgeschichten Eike Schniebs macht Lust aufs Reisen

Der Gladenbacher Eike Jochen Schniebs hat ein Buch für Leute mit Fernweh geschrieben. In „Begegnungen mit Lissabon“ beschreibt er skurrile und lustige Geschichten.

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Eike Jochen Schniebs hat seine Erlebnisse eines einwöchigen Urlaubs in Lissabon in einem Buch verewigt.

Quelle: privat

Gladenbach. Das jüngste Werk von Eike Jochen Schniebs ist das Resultat eines einwöchigen Urlaubs in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Ohne Begleitung und zumeist zu Fuß erkundete er die Metropole am Tejo. Auf seinem Weg zückte er häufig sein Notizbuch, um seine Erlebnisse festzuhalten.

Er hatte den festen Plan, seine Eindrücke literarisch zu verarbeiten. Den Pia Kiekenbeck-Verlag, in dem sein Buch gedruckt wurde, fand er über ein soziales Netzwerk im Internet. Der ­Verlag suchte Autoren, die in einer Buchreihe mit Reiseberichten für Menschen mit Reiselust die Augen und Ohren offen hielten.

„Ich rief kurzerhand die Verlegerin an und berichtete ihr von meinem Manuskript“, sagt Schniebs. Der Gladenbacher hat die Erfahrung gemacht, dass Verlage nach einer Ausschreibung zur Autorensuche mit Manuskripten überschüttet werden.

Er dachte sich: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. „Es hat mich sehr gefreut, dass ich Pia Kiekenbeck für meine Texte interessieren konnte; sie forderte das Manuskript an“, sagt Schniebs (Archivfoto).

Nachdem die Verlegerin die Seiten von Schniebs’ Reiseerzählungen gesichtet hatte, teilte sie ihm mit, dass sie mit großem Interesse seine Texte gelesen habe und nun richtig neugierig auf Lissabon geworden sei.

Darüber hat sich der Gladenbacher, der ursprünglich aus Sachsen kommt und noch vor dem Fall der Mauer in den Westen übersiedelte, sehr gefreut. Offenbar ist es ihm gelungen, die Verlegerin an seinen Erlebnissen teilhaben zu lassen.

Vom ersten Tag in Lissabon wohlgefühlt

„Es ist schon erstaunlich, was einem alles passieren kann innerhalb so weniger Tage und welche skurrilen, lustigen, aber auch manchmal nachdenklichen Begegnungen geschehen – wenn man sich darauf einlässt“, sagt Schniebs, der bereits zwei zweite Plätze bei Literaturwettbewerben gewonnen hat und der seit 30 Jahren als Entertainer unterwegs ist. Gelernt hat er ursprünglich etwas ganz ­anderes: Kfz-Mechaniker, Stahlformenbauer und Industriemechaniker.

Lissabon ist für den Gladenbacher eine der schönsten Städte, die er je besucht hat. „Es klingt vielleicht unglaublich, aber ich habe mich vom ersten Tag an fast wie zu Hause gefühlt. Das Fluidum der Stadt, ihre Geschichte und Gegenwart, ihre Menschen – alles hat mich in den Bann gezogen“, sagt Schniebs.

Er sei als Fremder gekommen und als Freund gegangen. Lissabon steht auf seiner Liste als beliebter Reiseort ganz oben. Auf jeden Fall will er dort wieder hin. Denn, noch sei vieles von ihm unentdeckt geblieben.

Besonders stolz ist Schniebs auf das Cover zu seinem Buch. Die Arbeit mit der Verlegerin und ihrer Lektorin hat ihm viel Spaß gemacht. Durch die gemeinsame Arbeit sei das Buch mehr und mehr in seine endgültige Form gelangt. In 20 Kapiteln beschreibt Schniebs auf 100 Seiten seine Eindrücke von Land und Leuten.

  • Erhältlich ist das Buch ab sofort im Buchhandel oder direkt beim Verlag unter der ISBN-Nummer 978-3-944119-04-5.

von Silke Pfeifer-Sternke

 
Leseprobe
„Guck mal“, sagt der Kleinbürger in mir, „was es doch für komische Vögel auf der Welt gibt!“ Ich komme soeben vom Bairro Alto, quasi dem Ausgehviertel der Stadt, herab, wo ich durch die Straßen und Gassen gestreift bin.
Beim ersten Mal war ich aufgrund meiner Müdigkeit nicht weit gekommen. Heute lief ich zum Largo do Principe Real, gartenähnlich angelegt und mit einem schönen Brunnen in der Mitte. Ein herrlicher Platz zum Verweilen. Das ist das Schöne an Lissabon, es finden sich überall Plätze, an denen man ausruhen kann.
Ein älteres, englisches Ehepaar setzt sich zu mir. Die beiden sahen erschöpft aus. Wir kamen ins Gespräch, nachdem sie mir geklärt hatten, wo sie heute überall waren, wunderte es mich nicht. Sie fragten, ob ich mich auskennen würde im Bairro Alto. Ich schüttelte den Kopf …
 
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