Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Ehrenamtspauschale wird verteilt

Gemeindevertretung Dautphetal Ehrenamtspauschale wird verteilt

Der Landkreis stellt 11.584 Euro zur Verfügung. Wie viel Geld jeder Ort davon erhält, setzt sich aus 
einem Sockelbetrag 
von 500 Euro zuzüglich 48 Cent je Einwohner 
zusammen.

Voriger Artikel
Vermarktung kommt nicht in Fahrt
Nächster Artikel
Miniaturzüge finden ihr Publikum

Dautphetals Gemeindevertretung soll die Entscheidung über die Verteilung der Ehrenamtspauschalen an die Ortsbeiräte übertragen.

Quelle: Claudia Hautumm / pixelio.de

Dautphetal. Auf Antrag der Fraktionen von CDU und SPD beauftragte die Dautphetaler Gemeindevertretung den Gemeindevorstand im September, dieses Geld anzunehmen und zu verteilen. Dabei sollten nicht nur Vereine berücksichtigt werden, sondern auch Ehrenamtsinitiativen, die bislang keine Förderung erhalten haben.

Nachdem nun der Landkreis laut Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) eine unbürokratische Auszahlung des Geldes ermöglicht, schlägt der ­Gemeindevorstand vor, „die Ehrenamtspauschale zur weiteren Auszahlung an die Ortsbeiräte­ weiterzuleiten“. Diese sollen dann „in eigener Zuständigkeit und Verantwortung“ entscheiden, wer das Geld erhält.

Denn der Gemeindevorstand geht davon aus, dass die Ortsbeiräte in Kenntnis der Situation vor Ort diese „am besten einschätzen können“. Zudem sieht der Gemeindevorstand diese Übertragung als „Stärkung der Kompetenzen der Ortsbeiräte“, die von der Gemeindevertretung in letzter Zeit verstärkt eingefordert wird.

Damit die Verteilung des Geldes möglichst gerecht erfolgt, schlägt der Gemeindevorstand vor, jedem Ort einen Sockelbetrag von 500 Euro zuzüglich 48 Cent je Einwohner zukommen zu lassen. Das soll verhindern, dass die kleinen Ortsteile unverhältnismäßig benachteiligt werden, was bei einer Verteilung nur nach Einwohnerzahl der Fall wäre.

Der vom Gemeindevorstand vorgeschlagene Verteilungsschlüssel wird höchstwahrscheinlich von der Gemeindevertretung angenommen. Dies signalisieren die von der OP befragten Fraktionsvorsitzende, die alle äußern, damit einverstanden zu sein.

CDU und SPD lächeln, FW grummelt auch über Kreis

„Die Vorlage findet unsere 100-prozentige Zustimmung“, sagt zum Beispiel Sozialdemokrat Joachim Ciliox, da damit die Forderung der SPD zur Stärkung der Ortsbeiräte in wesentlichen Teilen erfüllt werde.

Einen entsprechenden Antrag legten die Sozialdemokraten im Frühjahr dem Gemeindeparlament vor. Dieser wurde dann zu einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen. Dem ursprünglichen SPD-Antrag zur Ehrenamtspauschale schlossen sich die Christdemokraten an. Deren Fraktionsvorsitzender Dr. Horst Falk bezeichnet diesen als „gut und richtig“. Die Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements durch den Landkreis komme nun bei den Menschen an. Dazu sei die Verteilung über die Ortsbeiräte „der richtige Ansatz“.

Mit dem Modus ist auch die Fraktion der Freien Wähler (FW), zumal es positiv zu werten sei, dass zugleich auch die Ortsbeiräte gestärkt werden, erklärt Michael Honndorf. Der FW-Fraktionschef empfindet es aber als negativ, dass „wir 4,4 Millionen Euro als Kreisumlage­ zahlen und uns über 12.000 Euro freuen sollen“.

Das sei eine Lachnummer und diene wohl eher zur Gewissensberuhigung der Verantwortlichen in der Kreisverwaltung. Schöner wäre es, „wenn die Gemeinden weniger an den Landkreis zahlen müssten und dieser seinen Aufgaben nachkommt“.

Demnächst bilden Ortsbeiräte, Gemeindevorstand, Verwaltungs- und Gemeindevertreter eine Arbeitsgruppe, die über die Stärkung und Mitwirkung der Ortsbeiräte berät sowie Wege zu einer besseren Zusammenarbeit aufzeigt.

  • Mit der Ehrenamtspauschale befasst sich der Ausschusses für Jugend, Senioren, Sport, Kultur und Soziales der Dautphetaler Gemeindevertretung am Dienstag, 13. Dezember, ab 18 Uhr in einer öffentlichen Sitzung im Raum 210 des Rathauses.

von Gianfranco Fain

 
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr