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Durchfahrt gleicht einem Flickenteppich

Landesstraße 3048 Durchfahrt gleicht einem Flickenteppich

Die Ortsdurchfahrt von Mornshausen ist für Autofahrer und direkte Anlieger ein Ärgernis. Darauf machte Ortsvorsteherin Margarete Kuhrt Vertreter des Magistrats während einer Ortsbegehung aufmerksam.

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An manchen Stellen gleicht der Fahrbahnbelag der Ortsdurchfahrt Mornshausen einem Flickenteppich. Die Spurrillen in der Straße sind teilweise zentimetertief.

Quelle: Sascha Valentin

Mornshausen/S.. Die einen müssen ihre Stoßdämpfer fürchten, die anderen mit dem Lärm leben, der entsteht, wenn Autos und Lastwagen über die holprige Straße fahren. Die Schäden auf der Fahrbahn sind vielfältig.

An manchen Stellen der L 3048 hat sich der Asphalt gesetzt und es sind Mulden entstanden, an anderen sind Teile der Asphaltdecke herausgebrochen, sodass es dort richtige Löcher gibt. Über große Teile der Ortsdurchfahrt ziehen sich zentimeter­tiefe Spurrillen und auch die Bordsteine und Rinnen an den Straßenrändern sind vielfach kaputt.

Mängel bei zurückliegenden Arbeiten?

Anlieger Manfred Schmidt glaubt zu wissen, warum die Straße in einem so desolaten Zustand ist. Einerseits resultiere das aus dem vielen Schwerverkehr, der hier entlang rollt. Immerhin führt durch Mornshausen die schnellste Verbindung Richtung Gießen und von dort auf die Autobahn.

Gleichzeitig vermutet er aber auch Mängel bei zurückliegenden Arbeiten an der Straße. An vielen Stellen gleicht die einem Flickenteppich, weil Versorgungsbetriebe die Straßendecke immer wieder aufbrechen mussten, um Kabel und Rohre zu verlegen. Und in diesen Bereichen seien die Schäden besonders groß.

Neu ist das Problem keineswegs, stellte Margarete Kuhrt fest. Schon seit mindestens sechs bis acht Jahren weist sie immer wieder auf den schlechten Zustand der Straße hin. Getan hat sich seitdem jedoch nichts. Irgendwann sei einmal ein Teilstück der Straße in ­Höhe der Abzweigung zur Hoor ausgebessert worden, erinnerte sich die Ortsvorsteherin. Das sei aber bestimmt noch zu Bürgermeister Bartniks Zeiten gewesen, ergänzte sie.

Löber moniert mangelnde Transparenz

Der Stadt Gladenbach sind in diesem Falle allerdings die Hände gebunden, wie Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) feststellte. Denn bei der Ortsdurchfahrt Mornshausen handelt es sich um eine Landesstraße, für deren Sanierung damit das Land Hessen verantwortlich ist. Daher nahm SPD-Landtagsabgeordnete Angelika Löber an der Besichtigung teil und konnte ob des Ausmaßes der Schäden nur den Kopf schütteln.

Leider werde seitens Hessen Mobil nicht transparent genug gemacht, welche Straßen in näherer Zukunft saniert werden sollen, erklärte sie. Auch eine Anfrage ihrerseits im Landtag sei eher abgetan worden. An der Straße werde nichts gemacht, weil die Sicherheit nicht gefährdet sei, wurde ihr mitgeteilt.

Kremer hat durchaus Verständnis für den Unmut der Anlieger. Wenn man sich die Straße anschaue, sei leicht vorstellbar, welchen Krach es machen muss, wenn dort Fahrzeuge drüberholpern. Er will sich für eine zeitnahe Sanierung der Straße einsetzen. „Wenn das Land die Straße macht, würden wir uns seitens der Stadt auch mit der 
Ausbesserung der Gehwege beteiligen“, erklärte er. Damit seien dann allerdings auch wieder Beiträge für die Anlieger verbunden, sagte er.

von Sascha Valentin

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