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Dreiste Enkeltrickbetrüger erbeuten fünfstelligen Betrag

Polizeibericht Dreiste Enkeltrickbetrüger erbeuten fünfstelligen Betrag

Am Donnerstag ging eine 80-Jährige aus Hartenrod mehreren Enkeltrickbetrügern auf den Leim, die alle Register gezogen hatten. Nach Angaben der Polizei erbeuteten die Betrüger eine fünfstellige Summe.

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Eine Seniorin hält mehrere Euro-Scheine in ihren Händen.

Quelle: Siewert Falko

Hartenrod. Zunächst rief der angebliche Enkel bei der Frau an und suggerierte, für einen Autokauf Geld zu benötigen, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Frage, warum er sich so fremd anhöre, beantwortete er mit dem Hinweis auf eine Erkältung. Als das Opfer angebissen hatte, einigte man sich, dass die 80-Jährige zunächst das Geld bei der Bank abheben sollte. Wieder zuhause rief ein vermeindlicher Kripobeamter an und beruhigte die Frau indem er behauptete, dieser Anruf diene der Sicherheit, da man von der Bank über das Abheben der Geldsumme informiert worden sei und nun einen Betrug ausschließen wolle.

Schließlich rief noch ein angeblicher Notar an, der eine Frau ankündigte, die das Geld nun entgegen nehmen würde. "Hier haben die Betrüger alles Erdenkliche unternommen, ihr Opfer dauerhaft zu beschäftigen und in Sicherheit zu wiegen", erklärt Polizeipressesprecher Martin Ahlich. Die Geldabholerin erschien dann am Donnerstag zwischen 17 und 17.30 Uhr in Hartenrod. Sie war zwischen 20 und 30 Jahre alt, klein mit dunkler Haut und schmaler Figur. Der angebliche Enkel rief sogar nochmals an, um mitzuteilen, dass die Abholerin das Geld nun übergeben hätte.
Letztlich flog der Betrug erst auf, als bereits alles zu spät war.

  • Die Polizei bittet um Hinweise zu der beschriebenen Geldabholerin. Wer hat diese Frauam Donnerstag gegen 17 Uhr in Bad Endbach-Hartenrod gesehen und kann weitere Angaben zu ihr und einem eventuell benutzten Fahrzeug oder eventuellen Begleitern machen? Hinweise bitte an die 06421/ 4060
  • Hinweise zum Vorgehen von und zum Schutz vor Enkeltrickbetrügern stehen im Internet unter www.polizei.hessen.de und www.polizei-beratung.de. "Der beste Schutz besteht darin, niemals Geld an fremde Personen zu übergeben oder Gelder mittels Transfer an gänzlich unbekannte Konten oder Empfänger zu senden.", erklärt Martin Ahlich.
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