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Dreier-Team leistet mehr als 500 Arbeitsstungen

Nominierung "Helden des Sports" Dreier-Team leistet mehr als 500 Arbeitsstungen

Hartmut Seitz,Willi Arnold und Alfred Pitzer sind als "Stille Helden des Sports" nominiert. Die drei haben sich bei der Verwirklichung des Kunstrasenplatzes tatkräftig engagiert.

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Insgesamt 2 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit investierten die Vereinsmitglieder in den Bau des Kunstrasenplatzes.

Hartenrod. Die Hartenroder Hartmut Seitz, Willi Arnold und Alfred Pitzer haben jahrzehntelang Sport betrieben und sich nach „Karriereende“ ehrenamtlich in den Vereinen Rot-Weiß Hartenrod beziehungsweise Turnverein Hartenrod engagiert. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Großprojekt Kunstrasenplatz, der ein Gemeinschaftsprojekt der Fußballer und der Turner ist, eng mit Seitz, Arnold und Pitzer verbunden ist.

Der 70-jährige Hartmut Seitz, von Beruf Maurer und später Maschinist, gehört seit mehr als 60 Jahren dem Turnverein 1912 Hartenrod an und ist heute Ehrenmitglied des Vereins.

Seitz selbst war und ist ein sehr sportlicher Mensch. Mit acht Jahren entdeckte er das Turnen als seine Leidenschaft, später spielte er Fußball. Ab 1957 begeisterte ihn der Skisport.

Seitz war ein erfolgreicher Skispringer und wurde viermal zum Hessenmeister gekürt. Doch es lief nicht immer glimpflich ab: Bei einem Sturz in der Schweiz brach er sich das linke Handgelenk.

Auch im Rentenalter betreibt Seitz immer noch gerne Ski-Langlauf und gehört der Herren-Gymnastikgruppe an.

Befragt zu seinem Engagement beim Bau des Kunstrasenplatzes, antwortet Seitz spontan: „Jeden Tag nachmittags war ich da und habe den Willi abgelöst.“ Willi Arnold habe morgens und er nachmittags den Platz ausgebaggert. Auch die Installation neuer Bänke habe zu den Arbeitseinsätzen gehört.

Zwar sei der Kunstrasenplatz fertig gestellt, dennoch seien dort noch viele anfallende Nebenarbeiten, wie Beseitigen des Laubes und des Grases zu erledigen, somit fallen noch einige Stunden ehrenamtliche Arbeit an, deren Anzahl Arnold bis jetzt mit 2000 beziffert. Mehr als 500 entfallen auf Seitz, Arnold und Pitzer.

Der 74-jährige ehemaliger Hartenroder Ortsvorsteher Willi Arnold ist seit 60 Jahren Mitglied des Sportvereins Rot-Weiß Hartenrod. Gelernt hat er den Beruf Autoschlosser, 40 Jahre war er Baggerfahrer eines Hartenroder Bauunternehmens.

Auch Arnold spielte 30 Jahre lang Fußball und will eigentlich kein „Stiller Held des Sports“ sein. Doch seine Begeisterung und Leidenschaft für ein aktives Gestalten und die Verwirklichung des Kunstrasenplatzes stehen ihm sichtlich ins Gesicht geschrieben.

Außer beim Bau des Kunstrasenplatzes hat Arnold auch bei dem Bau einer Zisterne zur Bewässerung des Hartenroder Rasenplatzes geholfen. Dabei sei eine nicht mehr für den Ort benötigte Wasserleitung an einen 30000-Liter-Tank angeschlossen worden, berichtet Arnold.

2011 habe sich die Idee des Kunstrasenplatzes manifestiert. Willi Arnold greift zu einem Ordner, in dem er alle Unterlagen dazu abgeheftet hat. Die Finanzierung und die Ausschreibung des Projektes seien zunächst wichtige Meilenstein gewesen, die es abzuarbeiten galt. Ein ganz wichtiger Punkt sei die Untersuchung der Drainage des vorhandenen Rotasche-Hartplatzes gewesen.

„Die Feinschicht dieses Platzes war wie Beton“, sagte Arnold. Etwa 30 Zentimeter Oberfläche seien abgetragen und mit Schotter und Edelsplitt verfüllt worden.

Alfred Pitzer, ehemaliger Bankkaufmann, spielte von 1963 bis 1985 Fußball. Bis 2000 hat er Tennis gespielt. In dem Fußballverein Rot-Weiß Hartenrod übernahm Pitzer ab 1971 bis 2001 Posten im Vorstand, von 1983 bis 1997 sogar den Vorsitz. Seit 2001 ist er Ehrenvorsitzender. Während seiner Vorstandsarbeit wurde der Bau des Rasenplatzes und des Sportheims realisiert.

Beim Bau des Kunstrasenplatzes hat er Raupe und Walze gefahren. Zahlreiche Arbeitseinsätze seien gefolgt: Montage der Bänke auf den Rängen, die Errichtung des Zaunes und das Streichen der Barrieren. Und jetzt? „Der Platz muss sauber gehalten werden. Kein Dreck darf in das Granulat kommen. Etwa alle acht Wochen muss der Platz neu gekehrt und das Granulat gleichmäßig verteilt werden. Dafür wurde ein Traktor gekauft, denn 7000 Quadratmeter-Grundfläche sind „kein Pappenstiel“.

Pitzer, den der Fußball und die Liebe nach Hartenrod geführt haben, ist immer noch dem Sport verbunden. Er spielt Badminton, betreibt Ski-Langlauf und wenn es seine Freizeit erlaubt, ist er mit dem Fahrrad unterwegs.

Die Sportlerehrung der Gemeinde Bad Endbach findet am 28. März ab 19 Uhr im Kur- und Bürgerhaus statt.

von Helga Peter

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