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Drei weitere Windräder in Bad Endbach

Windpark Drei weitere Windräder in Bad Endbach

Der geplante Windpark der Gemeinden Bad Endbach, Bischoffen und Siegbach kann gebaut werden. Die Genehmigung des Regierungspräsidiums Gießen liegt vor.

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Auf dem Foto ist das Windrad der Firma „MeusAir“ in Bottenhorn zu sehen. Zwei weitere Windräder will die Gemeinde Bad Endbach in der Gemarkung Günterod errichten, eines auf Günteroder Grund, der an Bad Endbach grenzt.

Quelle: Florian Gaertner

Bad Endbach. Jeweils drei Windkraftanlagen entstehen auf den Gebieten der Gemeinden Bad Endbach und Bischoffen, eine Anlage wird auf dem Gemeindegrund von Siegbach errichtet. Für das Projekt sind insgesamt 34,3 Millionen Euro an Kosten eingeplant. Betreiber des Windparks wird die Lahn-Dill-Bergland Mitte GmbH. Die Gemeinde Bad Endbach finanziert das Projekt mit rund vier Millionen Euro und ist dann mit 39 Projekt beteiligt.

Gleiches gilt für die Gemeinde Bischoffen. Siegbach finanziert den Windpark mit 1,3 Millionen Euro, das entspricht einer Beteiligung von 13 Prozent. Auch der Energieversorger EAM Natur ist mit im Boot und hält mit einer Beteiligung von fast einer Million Euro neun Prozent der Anteile. Die Gemeinden stellen somit ein Eigenkapital in Höhe von 10,3 Millionen Euro.

Gesellschaft Lahn-Dill-Bergland Mitte stemmt Projekt allein

„Ich darf die gute Nachricht verkünden, dass wir den Windpark genehmigt bekommen“, hatte Bürgermeister Markus Schäfer den Gemeindevertretern am Montagabend mitgeteilt. Ursprünglich war geplant, den Windpark mit einer Beteiligung von 50 Prozent von der Lahn-Dill-Bergland Mitte GmbH bauen und betreiben zu lassen und eine Genossenschaft zu gründen. Da sich aber das Genossenschaftsrecht zwischenzeitlich geändert hat und sich Genossenschaften nur noch an Projekten beteiligen dürfen, bei denen sie maßgeblichen Anteil auf das operative Geschäft haben, stemmt die Gesellschaft Lahn-Dill-Bergland Mitte das Projekt nun allein. Für den Fall, dass das Vorhaben zu scheitern droht, hatte sich die Gemeinde Bad Endbach bereits im Dezember 2014 verpflichtet, die Finanzierung der drei auf ihrem Grund geplanten Windräder zu gewährleisten.

Der Kreditrahmen wurde erhöht auf 20,7 Millionen Euro, um die Planungs- und Baukosten zu decken. Aufgestellt werden sollen Enercon Windräder, statt der ursprünglich vorgesehenen Windräder des Typs Nordex. Grund dafür ist, dass der Hersteller Enercon höherere Garantien für eine Inbetriebnahme noch im laufendem Jahr übernimmt. Das war zumindest Thema im Haupt- und Finanzausschuss im Anfang Dezember. Nun müsste noch endverhandelt und die Windkraftanlagen bestellt werden, sagte Schäfer den Gemeindevertretern. Auch Verhandlungen mit den Gesellschaftern stehen an. In einer Sondersitzung am 9. März soll das Ergebnis zur Abstimmung vorliegen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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