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Dorferneuerung ist auf dem Weg

Entwicklungskonzept Dorferneuerung ist auf dem Weg

Die Mitarbeit der Bürger trägt Früchte: Gestern erst beschlossen und morgen soll schon mit der Umsetzung der Ideen des "Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes" begonnen werden.

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Das „Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept“ ist fertig. Die Gemeindevertretung beschloss die Umsetzung. Der Startschuss dazu fällt morgen in Elmshausen.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. Erst traf der Haupt- und Finanzausschuss gestern Abend eine Empfehlung, danach verabschiedete die Dautphetaler Gemeindevertretung einstimmig das Integrierte Entwicklungskonzept für die Gemeinde Dautphetal. Den Gemeindevertretern lag als Entscheidungsgrundlage das 234 Seiten umfassende Konzept­papier vor. Ergänzt wurde die Thematik durch einen „Städtebaulichen Fachbeitrag“. Auch dieser lag in Papierform vor, weitere 68 Seiten umfassend.

Den Fachbeitrag nahmen die Gemeindevertreter nicht nur zur Kenntnis. Sie beschlossen diesen auch, und da gestern auch schon die Freigabe durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WI-Bank) Hessen beim Landkreis vorlag, kann das Papier als Grundlage für die Förderung privater Bauvorhaben im Zuge des Dorfentwicklungsprogramms dienen.

Startschuss zur Umsetzung des Konzepts fällt Mittwoch

Ebenso gingen die Gemeindevertreter mit dem Integrierten Entwicklungskonzept um: Zurkenntnisnahme und Beschluss der Umsetzung, die Freigabe durch die WI-Bank war gestern Abend auch schon bekannt. So kann die für Mittwoch, 25. November, vorgesehene Auftaktveranstaltung zur Ikek-Umsetzung in der Gemeinde Dautphetal stattfinden. Beginn ist um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Elmshausen.

Dann sollen die unter großer Beteiligung der Bevölkerung erstellten Leitprojekte mit Leben gefüllt werden. Vom Land werden dafür 1,5 Millionen Euro als Sockelbetrag zur Verfügung gestellt. Mehrmals tagten die vier Arbeitsgruppen seit Ende 2014 und kamen zu folgenden Ergebnissen:

Die Arbeitsgruppe Dorfge­meinschaft und Treffpunkte erarbeitete zwei Leitprojekte, von denen das erste in drei Unterpunkte aufgeteilt ist, die unter dem Titel „Treffpunkte“ zusammengefasst werden können. Der erste Unterpunkt befasst sich mit der Nutzung und Ausrichtung der Gemeinschaftshäuser, konkret der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Wolfgruben.

Bestandsaufnahme aller Gemeinschaftshäuser

Als gesamtkommunale Projektidee ist die Bestandsaufnahme aller Gemeinschaftshäuser der Gemeinde als Grundlage für ihre zukünftige Ausrichtung und Trägerschaft. Zudem sollen Vermarktungsstrategien für die öffentlichen Räume entwickelt und Barrierefreiheit hergestellt werden.

Als weiterer Unterpunkt wird ein Konzept für öffentliche Freiflächen angestrebt. Diese Räume für Begegnungen und das Miteinander sollen durch Umgestaltungen von Flächen an Dorfgemeinschaftshäusern, Freibädern, Kindertagesstätten und Spielplätzen entstehen. Gesamtkommunal gesehen wird es auch um die langfristige Pflege und Trägerschaft der Freiflächen gehen.

Dritter und letzter Unterpunkt ist die Weiterentwicklung der Frei- und Hallenbäder in ehrenamtlicher Trägerschaft.

Arbeitsgruppe hat drei Projekte erarbeitet

Das zweite Leitprojekt ist der Aufbau von zukunftsfähigen Strukturen für das Ehrenamt. Darunter fallen Ideen wie die Organisation des Ehrenamtes, die Neuausrichtung von Vereinen oder die Förderung der Jugendarbeit. Eine gesamtkommunale Idee ist die Initiierung eines Gemeindefestes.

Die Arbeitsgruppe Innenentwicklung hat drei Projekte erarbeitet. Zum einen geht es um den Aufbau eines Leerstands- und Flächenmanagements verbunden mit dem Erhalt des Wohnstandortes und dem Angebot von altengerechten Wohnformen.

Das Projekt Erreichbarkeit der medizinischen Versorgung und Nahversorgung zielt darauf ab, diese langfristig zu sichern, die Läden in den Orten zu er­halten oder neue Dorfläden entstehen zu lassen. Ein gesamt­kommunaler Baustein dazu ist, die Erreichbarkeit für alle Generationen zu gewährleisten.

Das Projekt Mobilität soll dazu führen, dass alternative Mobilitätsformen wie ein Bürgerbus oder das Carsharing eingeführt werden. Die Arbeitsgruppe Gewerbe und Marketing hat ebenfalls drei Projekte entworfen. Das erste „Wirtschaft fördern und vernetzen“ soll das Gewerbe in der Gesamtgemeinde stärken oder auch die Mobilfunkanbindung verbessern. Gesamtkommunal geht es zum Beispiel um die Stärkung des Arbeitsmarktes und den Aufbau von Kooperationen mit Hochschulen.

Dautphetal als Erholungs- und Freizeitort stärken

Das zweite Projekt soll die Identifikation der Bürger mit der Gemeinde fördern. Da geht es zum einen um die Sicherung der Schulen und die Vermarktung der Gemeinde als attraktiver Wohn- und Gewerbestandort. Das dritte Projekt befasst sich mit den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz in der Dorfentwicklung.

Die Arbeitsgruppe Naherholung und Freizeit hat ein großes Projekt ausgearbeitet, mit dem Dautphetal als Erholungs- und Freizeitort gestärkt werden soll. Ideen dazu sind zum Beispiel, Dautphetal als Wandergebiet bekannter zu machen und auch Informationstafeln und Wegweiser aufzustellen.

Gesamtkommunale Ideen dazu sind der Ausbau von Rad- und Fußwegen zwischen den Orten oder die Vernetzung der gastronomischen Angebote und Übernachtungsmöglichkeiten.

von Gianfranco Fain

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