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Dorferneuerung beginnt im Park

Kommunales Entwicklungskonzept Dorferneuerung beginnt im Park

Am Samstag startete in Dautphetal die Bestandsaufnahme für das Dorferneuerungsprogramm. Vertreter des Planungsbüros und der Gemeinde waren im Ortsteil Dautphe unterwegs.

Dautphe. Nach einer Auftaktveranstaltung Ende Oktober im Bürgerhaus Dautphe ist nun ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Dorferneuerungsprogramms „Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept“ (IKEK) für die Gemeinde Dautphetal vollzogen. Am Samstag fand in Dautphe durch eine Expertengruppe die erste Ortsbegehung statt. Bei dieser Besichtigung sollte ermittelt werden, an welchen öffentlichen Einrichtungen in der Ortschaft ein Sanierungsbedarf besteht.

Eine hohe Priorität sieht Ortsvorsteher Gerd Hartmann in der Neugestaltung des öffentlichen Parks im Ortskern, gegenüber dem Bürgerhaus. Der Park sei besonders wegen der Bepflanzung in einem unschönen Zustand. „Der Park war früher Mittelpunkt des Dorfes“, sagte Hartmann und er stellt sich vor, dass die Anlage bis zur 1225-Jahr-Feier Dautphes in zwei Jahren neu gestaltet werden sollte. Unter anderem sei der Platz bei dem Jubiläum für einen stehenden Festzug gedacht. Hartmut Kind vom Bad Nauheimer Planungsbüro „SP Plus“ moderierte die Ortsbegehung. Auch er sah in dem Park etliche Möglichkeiten der Nutzung, wie Kinderspielplatz mit Springbrunnen, aber auch Ort der Begegnung bei Festen und Vereinstreffen. Eine Kombination mit dem nahen Bürgerhaus sei hier ideal. Der Park solle für Menschen jeden Alters attraktiv werden.

Ortsvorsteher Hartmann liegen noch weitere Projekte am Herzen. Es fehlt ein Jugendraum. Auch am Zisternenplatz wünsche er sich eine Neugestaltung. Ferner sei im Keller des alten Backhauses noch einiges zu tun. Das Gebäude wurde im oberen Bereich renoviert und als Museum eingerichtet.

Sorgen bereiten Hartmann auch einige unbewohnte Häuser und ungenutzte Nebengebäude. Es gelte, die Gebäude vor dem Verfall zu bewahren. Unter Umständen sei ein Abbruch notwendig, um das Dorfbild zu erhalten, da war sich die Begehungsgruppe einig. Man könne bei Abbrüchen unterstützen, jedoch müsse natürlich der jeweilige Eigentümer einverstanden sein. Die „Perlen“ unter den Anwesen müssten jedoch unbedingt erhalten bleiben.

Planer Kind erklärte, dass Dautphe mit seinen 2200 Einwohnern ein guter Standort und Mittelpunkt der Großgemeinde Dautphetal sei. Das neue Einkaufszentrum sei einladend, der Ortskern sei jedoch vernachlässigt worden. Das Dorfentwicklungsprogramm wird finanziell gefördert. Eine Beteiligung der Bürger und Vereine sei jedoch notwendig, meinte Kind. „Wir reden über die Zukunft. Da müssen Vereine gefördert werden. Vereine sorgen für Kultur.“ Mit den Vereinen müsse zusammengearbeitet werden. Ehrenamtliche Tätigkeit sei unerlässlich.

Dem stimmte auch Ralf ­Mevius, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Dautphetal, zu. Er bedauerte, dass es offenbar immer schwerer werde, Aktive in den Vereinen und deren Vorständen zu gewinnen. Es müssten Anreize gegeben werden.

Neben Mevius waren teilweise auch Brigitte Wege vom Ortsbeirat, sowie Ekkehard Henrich und Patrick Ludes vom Fachdienst Dorferneuerung/Regionalentwicklung beim Landratsamt Marburg bei der Begehung dabei.

In Dautphe wird nun ein aus mehreren Bürgern bestehendes Team zusammengestellt. Diese Arbeitsgruppe soll die weitere Planung und Umsetzung Dorferneuerungsprogramm erarbeiten. Das Team wird neben dem Planungsbüro auch durch die Gemeinde selbst, Henrich und Ludes, unterstützt.

von Heribert Theis

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