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Diskussion über Flüchtlingswelle

Infoveranstaltung Diskussion über Flüchtlingswelle

Am Mittwochabend steht das Thema „Flüchtlinge in Deutschland“ im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion im Bürgerhaus in Lohra.

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Am Flüchtlingsheim in der Gladenbacher Bahnhofsstraße symbolisiert ein gemaltes Plakat die Solidarität der Flüchtlinge mit den Opfern der Pariser Terroranschläge.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Ab 19.30 Uhr spricht der SPD-Bundestagsabgeordnete Sören Bartol über eine verantwortungsvolle Flüchtlingspolitik während der Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“. Bartol will das Thema auf lokaler Ebene diskutieren und hat sich sowohl lokale als auch überregionale Kompetenz mit ins Boot geholt.

Ihm zur Seite stehen Dr. Stefan Raabe, Experte für Entwicklungspolitik, Landrätin Kirsten Fründt, Uwe Hainbach, Ehrenpräsident der Industrie und Handelskammer Lahn-Dill, Heinz Frank, Leiter der Polizeistation Stadtallendorf sowie ­Tina Martinson, ehrenamtliche Koordinatorin der Flüchtlingshilfe Marburg-Cappel.

Weltweit sind rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht, davon kommt ein kleiner Teil nach Deutschland. Das Land sei derzeit und auch in der Zukunft stark gefordert, erläutert Bartol seine Intention, Aufklärungsarbeit zu leisten. Er geht davon aus, dass zu den bestehenden Flüchtlingsunterkünften weitere hinzukommen werden.

Bürger bekommen Möglichkeit, Fragen zu stellen

Auf den Terroranschlag in Paris werden die Referenten höchstwahrscheinlich auch eingehen. Es werde vermutlich die Frage aufkommen, ob es ein Zusammenhang gibt zwischen den Anschlägen und der Aufnahme von Flüchtlingen, sagt Bartol, der den Zuhörern vermitteln will, dass die Flüchtlinge genau vor dieser Art des Terrors ihre Heimat verlassen haben.

Bartol wird den Zuhörern im Bürgerhaus in Lohra Raum geben, um Fragen zu stellen. Der Entwicklungsexperte Raabe wird zudem erläutern, warum Menschen ihre Heimat verlassen und er wird versuchen, die Ursachen dafür darzulegen. Auch wird darüber diskutiert, ob es sinnvoll ist, die Grenzen zu schließen und was dies bedeuten würde.

Laut Bartol haben sich bereits 100 Menschen angemeldet, darunter auch einige Flüchtlinge. Offen ist die Veranstaltung für jeden, den das Thema interessiert – auch ohne Anmeldung. Man erhält die Chance, mit der Bundestags-SPD ins Gespräch zu kommen. Insbesondere die Kommunen stehen vor einer großen Herausforderung – finanziell und logistisch, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.

Lohra als Veranstaltungsort wurde gewählt, weil das Bürgerhaus ausreichend Platz bietet und es laut Bartol gut erreichbar ist.

von Silke Pfeifer-Sternke

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