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Die eine geht, die andere kommt

vhs-Außenstelle in Lohra Die eine geht, die andere kommt

„Die Luft ist raus.“ Nach zehn Jahren gibt es einen Wechsel an der Spitze der vhs-Außenstelle in Lohra.

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Ute Schäfer (links) verlässt nach 10 Jahren die Kommandobrücke der vhs-Außenstelle Lohra und hat in Sabine Haas eine Nachfolgerin gefunden.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. So ist das mit Hundebekanntschaften: man trifft sich zufällig, beschnuppert sich, geht gemeinsam spazieren, setzt hier und da eine Duftmarke und dann ist man auch bereit, etwas abzugeben.

Ob sich der „Cavalier King Charles Spaniel“ und der Border-Collie-Mischling von Beginn an mochten, ist nicht überliefert, zwischen ihren „Frauchen“ entwickelt sich jedoch rasch Sympathie. Man traf sich öfter in der Umgebung von Lohra und kam ins Gespräch. „Und dann hat mich Ute Schäfer gefragt, ob ich nicht die Leitung der vhs-Außenstelle von ihr übernehmen möchte“, erzählt Sabine Haas.

Damit wiederholte sich die Geschichte. Schon Ute Schäfer wurde von ihrer Vorgängerin mit dieser Absicht angesprochen. „Damals war ich zu Hause, betreute meine kleine Tochter und konnte mich gut in die Aufgabe einarbeiten“, berichtete die 49-jährige Schäfer. Es sei eine angenehme Arbeit gewesen, die ihr viel Spaß gemacht habe, doch jetzt, nach 10 Jahren, ist die „Luft raus“, bekennt die Hauswirtschafterin, die hauptberuflich eine Jugendgruppe des St.-Elisabeth-Vereins betreut.

Ein wenig schwergefallen sei ihr die Entscheidung schon, gesteht die Mutter dreier Töchter, doch werde sie sicher „ganz glücklich“ sein, wenn sie nach Hause kommt, und der Anrufbeantworter nicht blinkt.
Wie Ute Schäfer kann sich auch Sabine Haas über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Die 48-jährige Firmeninhaberin ist seit 11 Jahren in Gladenbach mit ihrem Ehemann und 8 Mitarbeitern im Druck- und Medienbereich tätig. „Die ehrenamtliche Arbeit war auch ein Anreiz, diese Aufgabe zu übernehmen, denn ich habe aus Zeitgründen noch nie etwas für die Gemeinschaft getan“, bekennt sie, und: „Das ist mein Ding, das mit der Firma nichts zu tun hat.“

Eigentlich sei sie ausgelastet, aber sie sei ein quirliger, lebendiger Typ, der „nicht Däumchen drehen kann“. Deshalb sei das Interesse sofort dagewesen, als sie gefragt wurde.
Nun arbeitet sie sich in die Aufgabe der Nebenstellenleiterin ein und beherzt dabei die Tipps, die sie von Ute Schäfer erhalten hat. Einer lautete: „Reinschnuppern, denn Du musst von jedem Kurs Ahnung haben.“ So macht Haas beim Kochkurs „Mediterrane Küche“ mit und auch in anderen Kursen haben die Teilnehmer die neue Leiterin schon gesehen.

Neben der Verwaltungstätigkeit, wie der Organisation und der Eröffnung von Kursen, der Gewinnung von Kursleitern oder der Buchung von Räumen, macht sich die gelernte Renogehilfin schon Gedanken über die neuen Kurse, die nach der Sommerpause beginnen. „Das jetzige Programm hat Ute Schäfer entworfen“, betont Haas.

von Gianfranco Fain

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