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Die Sensation ist perfekt

SPD wieder in der Regierung Die Sensation ist perfekt

Was vor der Kommunalwahl nicht für möglich gehalten wurde, hat sich nun manifestiert: In Bad Endbach koalieren die Sozialdemokraten mit der Freie Wählergemeinschaft. In Gladenbach zeichnet sich ein ebenso spektakulärer Machtwechsel ab.

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Markus Wege (links) übernimmt in Gladenbach den Fraktionsvorsitz bei der SPD. In Bad Endbach wollen Rolf Bernshausens SPD (rechts oben) und Volker Jakobs FWG koalieren.

Quelle: Archivfotos

Bad Endbach. Es tut sich was in der Hinterlandkommune Bad Endbach. Am Dienstagabend unterzeichneten Fraktionsvorsitzender Rolf Bernshausen für den Wahlsieger SPD und Volker Jakob, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft, einen Koalitionsvertrag. Die Fraktionen wollen in den kommenden fünf Jahren die Zukunft der Gemeinde „als Partner“ gestalten. Als wichtiges Thema steht bei beiden die Straßensanierung auf der Agenda.

Diese Entscheidung hat sich vor der Wahl nicht unbedingt angedeutet. In der jüngeren Vergangenheit verdichtete sich die hinter vorgehaltener Hand besprochene Absicht, einen Wandel in der Gemeindepolitik herbeiführen zu wollen.

Die Freie Wählergemeinschaft war 15 Jahre lang Koalitionspartner der Christdemokraten. Ein Richtungswechsel schien vor der Kommunalwahl alles andere als möglich.

Markus Wege löst Roland Petri ab

Auch in Gladenbach könnte ein Machwechsel anstehen. Die Sozialdemokraten liebäugeln damit, mit den Freien Wählern (FW) zu koalieren. Nach fast 15 Jahren wäre die SPD wieder in der Entscheiderrolle im Parlament. Am Montag gab es bereits eine personellen Wechsel: Markus Wege wurde einstimmig als Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Roland Petri gewählt.

Am Mittwoch wird die Entscheidung fallen, und die Sozialdemokraten haben die Wahl zwischen zwei Offerten: die der Christdemokraten und die der freien Wähler. Vermutlich sind die FW die Favoriten. Mit Letzteren findet sich zumindest in einem Punkt eine hundertprozentige Übereinstimmung der SPD-­Ziele: gebührenfreie Kindergärten.

Sobald die Kommune nicht mehr unter dem Schutzschirm steht – frühestens 2018, spätestens 2019 – könnte dieses Wahlversprechen umgesetzt werden. Rückblickend hatte die SPD vor annähernd 20 Jahren unter Bürgermeister Klaus Bartnik bereits eine „gut gehende Koalition“, mit den FW wie Petri bestätigte.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Mittwoch in unserer Online-Ausgabe.

von Silke Pfeifer-Sternke

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